16.04.2009 | Autor / Redakteur: Markus Widl / Andreas Donner
Der E-Mail-Verkehr wird im EBS für die Komponente Forefront Security for Exchange Server (SES) gegen Schadsoftware und Spam abgesichert. SES ist auf dem Nachrichtenserver enthalten, die Konfiguration beginnt aber auch hier im Normalfall auf dem Verwaltungsserver über die zentrale Administrationskonsole.
In SES sind acht verschiedene Scan Engines unterschiedlicher Hersteller integriert. Der Administrator kann von diesen bis zu fünf Engines gleichzeitig aktivieren und so eine hohe Wahrscheinlichkeit erreichen, unerwünschte E-Mail-Inhalte zu erkennen. Die Auswahl lässt sich auch jederzeit anpassen, etwa wenn bekannt ist, dass eine bestimmte Engine einen sich gerade rasant verbreitenden Wurm bereits erfolgreich erkennt und andere noch nicht.
Die Engines werden jeweils mit neuen Signaturen der Hersteller auf aktuellem Stand gehalten. Die Laufzeit von SES im EBS ist jedoch beschränkt. Mit der EBS-Lizenz erhält der Käufer ein einjähriges Abo, welches nach Ablauf verlängert werden muss.
Je nach Konfiguration überprüft SES nicht nur eingehende, sondern auch ausgehende und interne Mails. Da eingehende Mails überprüft werden, bevor sie in den Exchange-Mailboxen ankommen, werden unnötige Datenbankoperationen vermieden.
Wie bei vergleichbaren Produkten ähnlich, ist auch ein Quarantäne-Bereich vorhanden, in dem verdächtige Elemente abgelegt werden und der ursprüngliche Empfänger darauf hingewiesen wird. Dieses Verhalten kann der Administrator anpassen und auch eigene Regeln anlegen, in denen er verschiedene Parameter festlegt, etwa wie mit E-Mails mit bestimmten Anhängen, Dateitypen, Größen und enthaltenen Schlüsselwörtern umgegangen werden soll.
Ungewöhnlich ist jedoch die Konfigurationsoberfläche, weicht sie doch von den gewohnten Managementkonsolen stark ab. Hier wird deutlich, dass es sich bei SES ursprünglich nicht um eine Microsoft-Eigenentwicklung handelt.
Bei den hier angesprochenen Sicherheitskomponenten TMG und SES kann der EBS seinen Vorteil einer fertigen Out-of-the-Box-Konfiguration ausspielen. Auch wenn beide Komponenten nach der Installation noch nicht auf das jeweilige Unternehmen hin optimiert sind, so ist eine solide Grundkonfiguration bereits vorhanden. Bei der Verwendung der Einzelprodukte müsste der Administrator diese erst selbst herstellen.
Im letzten Teil dieser Serie geht SearchNetworking auf die Backup- und Wiederherstellungsfunktionen des EBS ein.
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