29.05.2008 | Autor / Redakteur: Frank Castro Lieberwirth / Andreas Donner
Eine BETA-Version darf nicht als finales Produkt gewertet werden. Die oben beschriebenen Leistungsmerkmale sind zwar bereits in der Konsole zu finden, Stabilität und Schliff fehlen aber noch. Das Klonen virtueller Hyper-V-Maschinen ist jetzt schon möglich (siehe Abbildungen 5 bis 7), wenn die virtuelle Referenz-Maschine vorher nicht durch einen SnapShot gesichert wurde.
Problematisch sind derzeit auch noch einige Netzwerkkarten, die teilweise nicht sofort erkannt werden, was vermutlich an Hyper-V oder den Integration Services liegt. Außerdem bekommt der Administrator auf der virtuellen Maschine den Windows-Aktivierungsprozess sofort auf den Bildschirm und muss dann einige Sekunden warten, um diesen abzubrechen, denn es liegt ja noch keine Internetverbindung vor. Dringend wünschenswert wäre daher ein Lizenz- und Produktkey-Management.
Der Test zeigt auch, dass eine leistungsfähigere Hardware als die von Microsoft geforderte, sehr von Vorteil ist. Im Test war dies ein Doppel Xeon Prozessor-Server mit einem RAID5-SAS-Festplattensubsystem.
Microsoft arbeitet mit Hochdruck an der Front der Virtualisierungssoftware (Hyper-V) und am System Center Virtual Machine Manager 2008. Der erste Test zeigt, dass Microsoft noch einige weitere Hausaufgaben machen muss. Sind diese aber letztendlich fertig und die Leistung stimmt, dann werden Microsoft-Virtualisierungsprodukte eine ernst zu nehmende Konkurrenz zum derzeitigen Marktführer VMware werden.
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2013026)