10 Tipps zu Unified Communications – Tipp 5: Streaming vs. Publishing im Voive over IP Management

VoIP-Streaming vom Cisco IP Communicator auf einen HP Thin Client

28.07.2009 | Autor / Redakteur: Glenda Canfield / Sylvia Lösel

Die Vorbereitung des Clients

Der HP Thin Client muss für die Applikations-Virtualisierung vorbereitet werden, indem man den Citrix Streaming Client darauf installiert. Aber Achtung – auf dem HP Client ist ein Schreib-Filter vorinstalliert, der bei einem Neustart alle Änderungen im Client verwirft. Dies kann vermieden werden indem man entweder die Änderungen „fälscht“ oder den Schreib-Filter außer Gefecht setzt. Hierfür sollte die HP Dokumentation zu Rate gezogen werden.

Zum Zeitpunkt der Entstehung dieses Tipps unterstützt die Windows XP Software auf dem HP Thin Client (t5720) standardmäßig keine USB-Audiogeräte. Diese bieten aber einen besseren Audio-Klang im Vergleich zu den analogen Headsets der HP Thin-Clients.

Um die Unterstützung des HP Thin-Clients für diese Geräte zu erhalten, muss man die folgenden beiden Dateien von einer beliebigen XP PRO 32-bit Maschine an dieselbe Stelle des Clients kopieren.

  • 1.: C:\Windows\system32\drivers\usbaudio.sys
  • 2.: C:\Windows\inf\wdma_usb.inf

Achtung: Diese Dateien sind Teil der Grund-Konfiguration des HP t5730 Thin-Clients und können hier heruntergeladen werden.

Es kann passieren, dass während des Streams des Cisco IPC der Speicher des Temp-Ordners des HP Thin-Client überlastet ist. Um dieses Problem zu beheben, muss man den HP Schreib-Filter außer Kraft setzen und die TEMP- und TMP-Variablen einem Ordner des C:-Laufwerks zuweisen. (bei Problemen, sind diese nämlich dem Z:-Laufwerk zugewiesen). Dies funktioniert auch mit PCs, die mit Windows XP SP2 ausgestattet sind.

Einsatz der Applikation

Nun ist es so weit, dass man die Cisco IPC genauso einsetzen kann, wie jede andere gestreamte Applikation. Man sollte zwei Applikationen publishen:

  • 1.: Den Audio Tuning Assistenten, der es dem Endanwender ermöglicht seine Audio-Konfiguration individuell einzurichten.
  • 2.: Den Cisco IP Communicator, der als Softphone fungiert.

Wenn die Applikation gestreamt ist und auf dem Client läuft, muss sie so konfiguriert werden, dass sie mit dem Cisco Call Manager zusammenarbeitet, genau so, wie es eine lokal installierte Applikation tun würde.

Risiko von Identitätsdiebstahl

Das Sicherheitsmodell, das in diesem Release des Cisco IPC eingesetzt wird, geht von einem Anwender aus, der keinen Zugriff auf den HKLM-Bereich der Registry hat. Wenn aber Cisco IPS innerhalb der Client-seitigen Applikation der Virtualisierungs-Umgebung läuft, hat man immer Zugriff auf den HKLM-Bereich der virtuellen Registry, egal ob man ein regulärer Anwender ist oder nicht. Das hat die Nebenwirkung, dass jeder Anwender sein Cisco IPC als das eines anderen Anwenders im System konfigurieren kann. Potenziell kann dies genutzt werden um Anrufe für eine andere Person entgegenzunehmen oder sich bei Anrufen als eine andere Person auszugeben. Hat der wahre Nutzer kein Passwort für seine Sprach-Mailbox, kann der Identitätsdieb auch dessen Nachrichten abhören. Cisco und Citrix erforschen gerade, ob eine Authentication auf Zertifikats-Basis diesem Problem beikommen könnte.

Obwohl alle einzelnen Komponenten individuell unterstützt werden, haben sie sich noch nicht als Komplett-Lösung qualifiziert. Alle drei Hersteller halten nach Kunden Ausschau, die diese Lösung in einer Pilot-Umgebung evaluieren möchten. Erst dann könnte grünes Licht für die Produktion gegeben werden.

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