10 Tipps zu Unified Communications – Tipp 5: Streaming vs. Publishing im Voive over IP Management

VoIP-Streaming vom Cisco IP Communicator auf einen HP Thin Client

28.07.2009 | Autor / Redakteur: Glenda Canfield / Sylvia Lösel

Speziell in virtuellen Citrix-Umgebungen erfordert das Streaming des Cisco IP Communicator VoIP-Clients, ein wenig Know-how.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist das Streamen des Cisco IP Communicator (VoIP Client) auf HPs XPe Thin client (t5720) mittels Citrix Presentation Server Platinum Edition (jetzt: Xen-App Platinum) nur ein Konzept und wurde noch nicht als vollständige Lösung qualifiziert. Dennoch, das Streamen von VoIP direkt an den Endpunkt hat gegenüber dem Publishing viele Vorteile, die eine genaue Betrachtung verdienen.

Mike Dougherty von Cisco, Modesto Tabares und Derek Thorslund, beide von Citrix erläutern, warum bei der Streaming-VoIP-Lösung dieser Lösung auf Citrix Technologie zurückgegriffen wird.

Streaming oder Publishing

Warum sollte man VoIP streamen statt publishen? ICA ist ein Protokoll, das auf TCP basiert und im Moment noch keine Unterstützung von UDP bietet. TCP ist bekannt dafür, dass es in Netzwerken mit hohen Latenzen sehr viel schneller abbaut als UDP. Die Performance von ICA ist noch nicht so hoch, dass es als Lösung wirklich in Frage kommt (speziell dann nicht, wenn auch noch SLA daran gekoppelt ist).

So manch einer mag dies für eine Übertreibung halten. Denn es gibt mindestens einen Kunden der VoIP mittels ICA umgesetzt hat und von der Performance beeindruckt ist. Doch meist läuft die Lösung dieses speziellen Kunden in einem LAN und verwendet ausschließlich Hochgeschwindigkeits-Netzwerkverbindungen. In solch einem Szenario läuft der gesamte Verkehr von der VoIP-PBX zum „published“ Softphone über UDP. Doch die Latenzzeiten verbergen sich bei der Kommunikation zwischen XenApp-Server und Endgerät. Dieses Szenario macht vielleicht für kleinere Umgebungen Sinn (wenn diese sich genug Bandbreite leisten können). In größeren Unternehmens-Umgebungen, die über das WAN arbeiten, ist dies keine Option, die Freude macht.

Vielleicht ist dies ein bißchen viel Schwarz-Weiß-Malerei. Aber in Bezug auf Produktion und Performance ist es die Erfahrung des Anwenders, die zählt. Wenn man VoIP streamt, dann landet man auf dem lokalen Endpunkt und ist direkt mit dem Cisco Call Manager Server verbunden, statt sich auf ICA verlassen zu müssen.

In der aktuellen Version von Xen-App 4.5 wird VoIP über ICA nicht unterstützt, da Softphones das Audiogerät öfter als einmal öffnen müssen. (zuerst für den Klingelton, dann für den Sprach-Pfad). Dieses Manko wird voraussichtlich mit MS 2008 und dem Delaware-Release von Xen-App beseitigt. Doch selbst mit diesen Verbesserungen ist VoIP über ICA für viele oder für die meisten Kunden keine realistische Lösung.

Citrix arbeitet im Moment ebenfalls an einem neuen Codec, der einige der Bandbreiten-Probleme lösen soll.

Soviel zu den allgemeinen Grundlagen des Streamings. Es trägt dazu bei, das Management zu zentralisieren, es reduziert den Desktop-Support und hilft Administratoren, Updates von Applikationen schnell zu verteilen. Man editiert lediglich das Applikations-Profil und wenn sich der Anwender das nächste Mal einloggt, wird das Update der Applikation heruntergeladen. Ein weiterer Vorteil des Streamings via Citrix ist die Möglichkeit, dass Anwender ihre Lizenzen auschecken können. Wenn dann die Citrix Farm aus irgendeinem Grund ausfällt, haben die Anwender noch immer Zugang zum VoIP-System.

weiter mit: Hindernisse beim Streaming

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