10 Tipps zu Unified Communications – Tipp 3: Das Home-Office mit sozialem Anschluss

Soziales Miteinander als Teil der Unified-Communications-Strategie

09.07.2009 | Autor / Redakteur: Zeus Kerravala / Sylvia Lösel

Auch für mobile und Home-Office-Worker ist eine soziale Anbindung an die Firma wichtig – dies wird beim Umsetzen von UC oft übersehen.

Mobiles Arbeiten ist toll; regelmäßiges oder sogar dauerhaftes Arbeiten aus einem Home-Office noch toller – und dank Unified Communications auch kein Problem mehr. Doch oft stellt sich nach anfänglicher Euphorie schnell Ernüchterung ein, wenn die soziale Verknüpfung mit Betrieb und Kollegen schwindet.

Wenn man den UC-Anbietern zuhört, dann preisen diese vor allem die Unabhängigkeit der Anwender von Gerät, Ort und Zeit. Das ist großartig. Und tatsächlich ist dies auch der Grundsatz eines „Anywhere-Unternehmens“ wie es die Yankee Group definiert. Dies hat viele Vorteile, einer davon ist die Unterstützung einer immer mobileren Arbeitswelt.

Die Möglichkeit mobil zu sein, hat andererseits aber auch dazu geführt, dass immer mehr Leute immer öfter von zu Hause aus arbeiten. Immer mehr Unternehmen verfolgen auch die Strategie, nur noch minimalen Büroraum anzubieten und die Mehrzahl ihrer Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten zu lassen. Denn UC ermöglicht schließlich eine nahtlose Kommunikation, die von überall aus erfolgen kann – es gibt mehr Mitarbeiter die „remote“ arbeiten, was höhere Produktivität bei geringeren Kosten bedeutet. Das klingt gut, oder?

Doch bei allen Vorteilen gibt es auch eine Schattenseite, wenn die Sache nicht richtig gemanagt wird. Wenn man Leute befragt, die statt im Büro nun von zu Hause aus arbeiten, sind diese anfangs erst einmal begeistert. Später aufstehen, keine Fahrzeiten, E-Mails noch im Schlafanzug beantworten bevor man sich unter die Dusche stellt und frühstückt. Aber die meisten stellen auch fest, dass sie sich mit der Zeit vom Rest der Firma isoliert und ausgegrenzt fühlen, wenn sie allein zu Hause arbeiten und vor allem E-Mails als primäre Kommunikationsform nutzen.

Collaboration ist mehr als nur Technologie und Tools. Viele Angestellte ziehen gerade auch aus der direkten Zusammenarbeit mit Kollegen Inspiration und Energie, und die Isolation zu Hause kann sich auf lange Sicht schädlich auswirken.

Die Lösung des Problems ist nicht schwierig aber es bedarf einer Änderung des Status quo. UC stellt einem ein robustes Gefüge von Collaboration-Tools zur Verfügung, aber wenn man dennoch so weiterarbeitet wie bisher, stellt sich bald das Gefühl der sozialen Abgeschiedenheit ein. Um dies zu vermeiden, hier drei wesentliche Empfehlungen:

  • 1.: Verwenden Sie eine größere Bandbreite an UC-Tools, um verschiedene Arten der Interaktion zu ermöglichen. E-Mail ist wahrscheinlich das einzige Werkzeug, das heutzutage zu exzessiv eingesetzt wird. Und E-Mail ist kein gutes Mittel für Konversationen, es trägt nicht dazu bei Beziehungen aufzubauen, und die meisten Leute bekommen so viele Nachrichten, dass sie den Überblick verlieren. Animieren sie ihre Mitarbieter lieber, persönlichere Tools wie Instant Messaging und Videokonferenzen zu nutzen, um spontane Konversationen zu führen. Diese können die Meetings am Kaffeeautomaten, die es in einer Büroumgebung gibt, eher ersetzen.
  • 2.: Nutzen sie Messen, Firmen-Meetings und andere Treffpunkte um ihre Mitarbeiter zusammenzubringen. Oft nehmen mehrere Kollegen an Konferenzen oder Messen teil, ohne diese zu treffen. Es ist leicht, in Arbeit aufzugehen, aber es ist auch wichtig, sich mit Kollegen auszutauschen, wenn man ein Remote-Worker ist.
  • 3.: Unterstützen Sie die Verwendung von Networking-Tools wie LinkedIn, Facebook oder MySpace. Damit identifiezieren sich die Leute und viele benutzen diese Tools um Beziehungen aufzubauen. Es gibt keinen Grund, warum dies nicht auch im Berufsumfeld funktionieren sollte. Natürlich müssen dafür dann aber auch Unternehmens-Standards gelten, denn Mitarbeiter sollten schließlich alles unterlassen, was die Firma öffentlich in Verlegenheit bringen könnte.

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