10 Tipps zu Unified Communications – Tipp 2: IBM und Microsoft im Kommunikationswettkampf

Unified Communications: IBM Lotus Sametime als Alternative zu Microsoft OCS

08.07.2009 | Autor / Redakteur: Gary Audin / Sylvia Lösel

IBM Sametime oder Microsoft OCS – welche Kommunikationsplattform ist besser für Ihr Unternehmen?

Microsoft hat seinen Office Communication Server 2007 (OCS) mit einem Paukenschlag im Markt angekündigt. Manche behaupten, der OCS sei die einzige Wahl in Sachen Unified Communications. Doch jedes Unternehmen muss das Potenzial des OCS selbst und im Einzelfall bewerten, eine eigene UC-Strategie entwickeln und diese in die bereits vorhandene Unternehmens-Infrastruktur einbinden. Und hier ist dann oft auch IBMs Lotus Sametime mit zu berücksichtigen.

IBM Lotus Sametime ist das Konkurrenzprodukt zu Microsofts OCS. Derzeit gibt es etwa 20 Millionen installierte Sametime-Lizenzen. IBM und Microsoft vermarkten ihre jeweiligen Produkte mit Hilfe von immer mehr Kapital und immer aufwändigeren Vertriebs- und Marketing-Anstrengungen, um nicht ins Hintertreffen zu geraten bzw. den Markt zu dominieren.

Doch für die Wahl der individuell richtigen UC-Strategie gibt es einiges zu beachten, denn zwischen OCS und Lotus Sametime existieren eine Menge Unterschiede. So legt IBM bspw. den Schwerpunkt darauf, andere PBX-Hersteller zu integrieren und diese nicht zu ersetzen. Letzteres scheint dagegen eher Microsofts Ziel zu sein. Unternehmen sollten daher beide Angebote genau vergleichen und nicht blindlings auf den OCS setzen. Dieser Tipp stellt daher die Eigenschaften von Sametime in den Vordergrund.

Ein erster Unterschied zwischen den beiden Produkten besteht darin, dass Outlook und andere Microsoft-Applikationen in Lotus Sametime integriert werden können. Andersherum geht das nicht, Lotus Sametime lässt sich nicht in den OCS integrieren.

Eine Einschränkung von Lotus Sametime ist die nicht vorhandene Unterstützung von Sprach- und Video-Traffic über das Internet; Sametime arbeitet nur über das LAN/WAN des Unternehmens.

Auch gibt es für Sametime kein Softphone wie im proprietären Office Communicator 2007. IBM kündigte Sametime Unified Telephony für 2007 erstmals an, verfügbar wird das Produkt Sametime Unified Telephony Server (SUT) jdoch erst in diesen Tagen sein. Ab dann stehen auch bei IBM ein Softphone, Multipoint-IP-Voice und die Integration der PBX-Anlagen verschiedener Hersteller zur Verfügung.

Ein großer Vorteil von Sametime ist, dass das System auf dem Eclipse-Framework basiert – einer offenen Software-Entwicklungs- und Laufzeit-Umgebung. Eclipse wird von Oracle, Sybase, Motorola, BEA, Nokia, Intel und Actuate unterstützt. Dies ermöglicht es Lotus-Kunden, UC-Funktionalitäten in ihre Geschäftsanwendungen zu integrieren oder diese auszuweiten. Außerdem werden verschiedene Instant-Messaging-Zusammenschlüsse unterstützt, wie beispielsweise mit AOL, Yahoo, GoogleTalk und IM-Systemen, die auf Jabber basieren.

Ein weiterer Pluspunkt ist IBMs Herangehensweise an Betriebssysteme. Sametime läuft auf zahlreichen Plattformen, IBMs pSeries AIX und i5/OS iSeries, Microsoft Windows XP und Server 2000/2003, Sun, Linux (Red Hat und Novell), und Apple Betriebssystemen.

weiter mit: Die Lotus-Lösung besteht aus folgenden Komponenten

Kommentar zu diesem Artikel
Seit Juni 2009 ist die gemeinsame Lösung von IBM und Siemens Enterprise Communications nun...  lesen
posted am 15.07.2009 um 13:23 von PhilippBohn


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