10 Tipps zu Unified Communications – Tipp 1: Das iPhone im Unternehmsensatz
Statussymbol, ja; aber taugt das Apple iPhone für Geschäftskunden?
03.07.2009 | Autor / Redakteur: Zeus Kerravala / Sylvia Lösel
die Nachteile des iPhone
Jetzt aber zu den Nachteilen des iPhones im Unternehmens-Einsatz. Als da wären:
- IT-Management: Smartphones, die für den Unternehmenseinsatz gedacht sind, wie zum Beispiel der Blackberry, verfügen über hunderte von Management-Funktionen, ähnlich derer von Windows. Diese ermöglichen es der IT-Abteilung, die Handys genauso zu managen wie alle anderen Endgeräte. Das iPhone verfügt nur über einige wenige Management-Funktionen, die für die IT-Abteilung aber bei weitem nicht ausreichen.
- Unterstützung von Applikationen: Eines der größten Probleme des iPhones ist das Unvermögen, aktive Applikationen aufrecht zu erhalten. Aktive Applikationen sind jene, die im Vordergrund laufen, wie zum Beispiel ein MP3-Player. Erhält man einen Anruf, dann beendet das iPhone diese Anwendung, statt sie einfach nur im Hintergrund weiterlaufen zu lassen. In der Anwendung erzeugte Daten sind damit verloren. Dieses Verhalten schreckt Unternehmen ab, die auf dem iPhone einen UC-Client installieren oder FMC (Fixed Mobile Convergence) anbieten möchten. Richtet man zum Beispiel gerade seinen Instant-Messaging Status ein, wenn ein Anruf kommt, dann beendet das iPhone das Instant Messaging und der Präsenz-Status geht verloren. Dies ist der Hauptgrund, warum die führenden UC-Hersteller bisher noch keine iPhone-Lösung im Portfolio haben.
- Sicherheit: Dies ist eine große Hürde bei der Einführung in Unternehmen. Anders als der Blackberry verfügt das iPhone über keine Geräte-interne Verschlüsselung. Das heisst: Wird ein iPhone gestohlen, wird gleichzeitig immer auch Firmen-Wissen gestohlen. Zudem kann auf dem iPhone auch keine VPN-Software von Drittanbietern installiert werden. Somit ist eine End-to-End Verschlüsselung nicht möglich.
Nun noch einmal die Frage, ob sich das iPhone für den Unternehmens-Einsatz eignet? Einerseits ist das iPhone ein innovatives Gerät, das die Benutzer lieben. Andererseits kann dieses Handy nicht abgesichert und gemanagt werden und bietet auch keine zuverlässige Unterstützung für aktive Unternehmens-Anwendungen.
Mit diesen Informationen muss die Antwort also eindeutig „Nein“ lauten. Das iPhone sollte nicht unternehmensweit eingesetzt werden. Blackberrys und Windows-Mobile-Geräte wurden dafür konzipiert, nicht so die Geräte von Apple. Letztere werden vielleicht eines Tages dafür geeignet sein, aber wer heute das iPhone einsetzt, macht einen großen Fehler. Besser bleibt man bei Blackberrys, Nokia- und Windows-Mobile-Geräten und drängt Apple damit weiter dazu, sein iPhone unternehmensfähig zu machen.
Alle weiteren Tipps finden Sie in dieser Übersicht.
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