04.08.2010 | Autor / Redakteur: Frank Castro Lieberwirth / Andreas Donner
Ist einmal ein kleines Netzwerk richtig aufgebaut, sollte der Betrieb ohne viel Wartung laufen. Betriebssysteme, Anwendungen und Daten hingegen unterliegen dem allgemeinen Fortschritt. Ein Wartungsplan und Kompetenzvergaben helfen, Struktur in die IT zu bringen. Wer auf Wartung und eigene IT verzichten möchte, könnte Cloud Computing in Anspruch nehmen.
Die Wartung von Betriebssystemen und Anwendungen sichern die Unternehmensabläufe. Grundsätzlich ist laut Gesetzgeber eine Firma für die Sicherheit bzw. den Datenschutz von Kundendaten verantwortlich. Liegen Firmenpatente oder Geschmacksmuster vor, sollte die Firma im eigenen Interesse an Datenschutz denken. Der Geschäftsführer haftet unter Umständen in Fällen des Missbrauchs. Die Anwendung von ISO 27001 bzw. BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) trifft auch bei kleinen und kleinsten Unternehmen zu.
Ein Wartungsplan enthält:
Wartungsaufgaben kann ein Mitarbeiter in Teilzeit oder ein externer Dienstleister durchführen. Bewährt hat sich die Methode, den externen Dienstleister nur dann zu beauftragen, wenn ein gravierendes Problem vorliegt. Moderne Betriebssysteme und Anwendungen lassen sich auch aus der Ferne über das Internet steuern bzw. verwalten.
Ein Administrator ist die oberste Instanz in einem Netzwerk. Er könnte sich über Sicherheitsrichtlinien und Datenschutz hinwegsetzen und Einblicke in sensible Daten erhalten. Durch seine Privilegien bestimmt er den Betrieb des Servergeräts. Infolgedessen beinhaltet seine Position ein besonderes Vertrauensverhältnis, das über eine sog. Compliance juristisch abgesichert werden sollte. Gleiches gilt insbesondere auch dann, wenn die Wartung durch Dritte durchgeführt werden soll.
Falsch ist es, aus Bequemlichkeit jedem Mitarbeiter Administrator-Rechte zu geben, oder das administrative Konto jedem mitzuteilen. In der Praxis hat es sich bewährt, dass eine Person in der Firma Zugang zu einem administrativen Konto verfügt. Ein weiteres Konto ist für Notfälle sicher bei der Geschäftsführung hinterlegt. Der Administrator kann nach Bedarf Privilegien an Kollegen oder Dienstleister erteilen und sollte über jeden Schritt seiner Helfer informiert sein.
Das Backup ist eine der wichtigsten Aufgaben. Hierbei gibt es eine Vollsicherung und eine Teilsicherung, wo nur einige wichtige Daten gesichert werden. Auf eine Vollsicherung kann eine inkrementelle Sicherung folgen, um die Datenmenge zu reduzieren. Ist das Medium voll, ist Handarbeit angesagt, um es zu wechseln. Rechenzentren mit mehr Budget haben hierfür einen Roboter bzw. eine Bandbibliothek. Je nach Geldbeutel und Automationsgrad gibt es folgende Möglichkeiten:
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