29.07.2010 | Autor / Redakteur: Markus Nispel, Sarah König / Andreas Donner
Multiprotocol Label Switching (MPLS) wurde in den 90er Jahren entwickelt und standardisiert, um den Routing-Prozess zu beschleunigen. Denn bei MPLS muss ein Router nicht mehr den gesamten IP Header sondern nur noch das Label lesen, um korrekt arbeiten zu können. Heute stehen jedoch ganz andere MPLS-Funktionen im Vordergrund.
MPLS wurde aus den Technologien von IBM ARIS, Ascend IP Navigator, Ipsilon IP Switching und Cisco TAG Switching in den 90er Jahren entwickelt und standardisiert. Das erste Ziel dieser Technologien war die Beschleunigung des Routing-Prozesses (des Forwarding Prozesses, um genau zu sein) durch die Fokussierung auf das so genannte Label: das heißt, ein Router musste dabei nicht mehr den gesamten IP Header lesen, um eine Entscheidung zu treffen, nur noch das dem IP Header vorangestellte Label musste ausgewertet werden.
Dies half insbesondere den Service Providern beim Wachstum ihrer Netze. Durch die neuen Generationen von Hardware bzw. NPU-basierten Routern (Network Processor Unit) ist dieser Vorteil aber in den Hintergrund getreten. Heutzutage stehen andere Funktionen für die Service Provider (SP) im Vordergrund:
Das Thema VPN gliedert sich hierbei in 2 Bereiche:
Das Thema TE wiederum bietet Quality-of-Service-Möglichkeiten durch das dynamische oder statische Routing von VPNs/Labels, nicht nur anhand des kürzesten Weges, sondern auch anhand der verfügbaren Bandbreite und weiteren Parametern wie Verzögerungen oder Jitter auf dem Weg (so genanntes Constraint Based Routing).
»1 »2 »3 nächste Seite
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2046353)