10.06.2008 | Redakteur: Ulrike Ostler
Um in die Vorzüge eines MPLS-Verkehrsleitsystems zu gelangen, muss MPLS im gesamten Netz verteilt sein. Der Verkehr kann über MPLS-Tunnel laufen, ohne das ein Label Distribution Protocol (LDP oder TDP) genutzt wird.
Aber ist ein MPLS-basiertes Virtual Private Network (VPN) installiert, muss LDP über MPLS-TE-Tunnel laufen, wenn nicht am Rande des Netzes ein Provider Edge-Router festgelegt ist.
Wenn MPLS TE Fast Redoute benutzt wird zeigen Netzwerk-Ausfälle keine QoS-Auswirkungen. Das der Machanismus den Datenverkehr lediglich auf vorher festgelegte Alternativ-Tunnel umleiten kann, wird die Qualität nur dann nicht in Mitleidenschaft gezogen wenn
- die Bandbreite in diesen Tunneln ausreicht
- genügend Kapazität auf den Backup-Pfaden frei ist
- wenn QoS-Mechanismen ausreichende Bandbreite für die Backup-Tunnel garantieren.
MPLS TE lässt sich nur innerhalb eines OSPF-Bereichs nuzen. MPLS Traffic Engineering kann über verschiedene Bereiche funktionieren. Es gibt allerdings ein paar Restriktionen.
Die Einschränkungen gelten nicht ausschließlich für OSPF-Bereiche, sondern auch für IS-IS-Regionen.
Der Datenverkehr von Kunden, der auf Benutzerklassen basiert, lässt sich nicht unterscheiden, wenn MPLS TE genutzt wird. Die Technik selbst hatte noch nie diese Einschränkung. Aber das Cisco-Betriebssystem Internetwork Operation System“ (IOS) unterstützte lange Zeit keine verschiedenen, parallelen Tunnel mit unterschiedlichen Traffic-Klassen.
Der Artikel basiert auf einem Text von Ivan Pepelnjak, der seit 25 Jahren in der Netzwerk-Branche arbeitet.
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