Mobilität neu definiert: Mobilfunk in neuen Märkten

Breitband im Mobilfunknetz mit neuen Chips, Geräten und Infrastrukturen

02.11.2009 | Autor / Redakteur: Georg Schweighofer / Ulrike Ostler

LTE soll schon in absehbarer Zeit Übertragungsraten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde (down) und 50 Megabit pro Sekunde (up) erlauben, Bild: Pixelio/sma

Vorbei sind die Zeiten, in denen der Computer fest mit dem Schreibtisch verbunden waren – die großen klobigen Rechner von damals sind Museumsobjekte. Heute kann ohne Kabelgewirr und unabhängig von festen Standorten gearbeitet und kommuniziert werden. Die neuen Geräte sind handlicher und leistungsstärker denn je, die Netze schneller.

Die Mobilfunkindustrie folgt diesem Wandel: Der Mobilfunk früherer Tage hat sich zur globalen Breitbandtechnologie entwickelt und ist mittlerweile nicht mehr nur auf Mobiltelefone begrenzt. Neue mobile Endgeräte wie Smartphones, Datenprodukte wie USB-Sticks oder Laptops/Netbooks mit integriertem Breitbandzugang zeugen vom Erfolg dieser Entwicklung.

Sie wurde letztendlich erst durch die neuen mobilen Netzwerktechnologien (WWAN) möglich. Mobilität und Internetzugang sind heute kein Luxus mehr oder in erster Linie für Firmen und Außendienstmitarbeiter gedacht, sondern werden verstärkt auch von Privatleuten - durch alle Generationen hinweg - genutzt. Die steigenden Datenvolumen und -umsätze bei den Netzbetreibern zeugen von diesem Trend - und er wird auch durch die immer günstigeren Tarife und Flatrates noch verstärkt.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, müssen die Mobilfunktechniken kontinuierlich weiterentwickelt und die Netzwerkkapazitäten entsprechend ausgebaut werden. Die ersten UMTS-Netze boten Datenraten von jeweils 384 Kilobit pro Sekunde auf Empfangsseite (Downlink) und Sendeseite (Uplink).

Sprünge in der Netzkapazität und der -performanz

In der Zwischenzeit wurden die meisten Netze auf HSDPA (High Speed Data Packet Access) mit derzeit bis zu 7.2 Megabit pro Sekunde in Empfangsrichtung und anschließend auf HSUPA (Highspeed Data Uplink Packet Access) mit bis zu 5.76 Megabit pro Sekunde in Senderichtung ausgebaut. Der nächste Upgrade-Schritt auf HSPA+ mit bis zu 28 Megabit pro Sekunde (down) und 11 Megabit pro Sekunde (up) wurde bereits von Netzbetreibern im Inland, zum Beispiel bei O2 Deutschland, und Ausland (TIM, 3, Austria Mobilkom) bis Ende 2009 angekündigt.

Neben den höheren Datenraten verbessern sich auch die Latenzzeiten (Antwortzeiten), was zum Beispiel die „gefühlte Geschwindigkeit“ beim mobilen Internet-Surfen enorm erhöht. So können sich die Netzbetreiber durch neue innovative Dienste und Applikationen differenzieren.

Die 4. Mobilfunkgeneration: Der nächste Technologiesprung mit LTE (Long Term Evolution) wird bereits in ersten Feldversuchen getestet und bietet Übertragungsraten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde (down) und 50 Megabit pro Sekunde (up). Die Netzbetreiber und alle beteiligten Firmen wie Infrastruktur-, Endgeräte- und Chiphersteller müssen dafür eng zusammenarbeiten.

weiter mit: Neue physikalische Strukturen

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