Airwave Wireless Management Suite 6.2 kommt mit PCI-Compliance-Reporting

Aruba Networks baut im WLAN-Management Herstellerneutralität aus

13.01.2009 | Redakteur: Ulrike Ostler

Aruba ist auch eine ABC-Insel in der Süd-Karibik, Bild: Aruba Tourism Authority

Mit der Version 6.2 der „Airwave Wireless Management Suite“ bietet Aruba Networks nun eine Berichtsfunktion an, die das Einhalten des Payment Card Industry (PCI) Data Security Standard (DSS) protokolliert. Das Verwaltungswerkzeug soll zudem besser als bisher Störer erkennen und die Administrator-Authentifizierung erleichtern. Neu ist auch die Unterstützung von Cisco-Routern.

Die jüngsten Produktänderungen sollen den Kunden dabei helfen, mehr aus ihrer implementierten WLAN-Infrastruktur heraus zu holen“, erläutert Roger Hockaday, der für Europa, den Mittleren Osten und Afrika zuständige Marketing-Director bei Aruba Networks. Das sei insbesondere im Zeichen einer Rezession wichtig, in denen Anschaffungen gerne vertagt würden.

Zum Beispiel lasse sich erkennen, wie viel des Funk-LAN-Traffic durch „Gäste“ verursacht werde, und wie hoch der Anteil ist, den die eigenen Mitarbeiter beanspruchen, so der Manager. „Einer unserer Kunden, stellt mit Hilfe der Suite kürzlich fest, dass 80 Prozent seiner Access Points überhaupt nicht genutzt wurden. Diese kann er nun anderweitig einsetzen.

Die Airwave Suite 6.2 bringe darüber hinaus vor allem neue Sicherheits- und Überwachungsfunktionen. Dazu zählen:

  • Erweiterte Erkennung von störenden Access Points und ein optimierter Workflow, der zusätzliche Ebenen für die Klassifizierung der Störer bereitstellt
  • SSID-basiertes Filtern von Statistiken und Berichten für die Migration von Geräten von WEP hin zu PCI-konformen Sicherheitsverfahren
  • Überwachung von Cisco-871-Routern
  • Radius-Authentifizierung für Administratoren, über die sie PCI-Anforderungen adressieren können, dass alle Systeme mit der zentralisierten AAA-Infrastruktur (Authentication, Authorization, Accounting) verknüpft sind. Außerdem ermöglicht sie den Gebrauch starker Passwörter, regelmäßige Kennworterneuerung und den Betrieb externer Schutzvorrichtungen

Der PCI-Standard

Der PCI-Standard definiert Sicherheitsrichtlinien für Händler und Service Provider, die Kreditkartendaten speichern, verarbeiten und übertragen. Laut Aruba-Manager Hokaday gehört PCI zu den Funktionen, auf die einige Unternehmen gar nicht verzichten wollen, andere aber für sinnlos halten. PCI-Complience trage weder zur einer größeren Effizienz noch höheren Margen bei. Selbst die Sicherheit werde nicht zwangläufig verstärkt.

Doch laut Avivah Litan, Vice President Distinguished Analyst bei Marktforscher Gartner, lässt sich „durch das Durchsetzen starker Zugangs- und Buchungskontrollen rund um sensible Daten und Systeme eine Kontrolle für die Einhaltung der PCI-Standards implementieren. „Die Regel, alles, was nicht absolut nötig ist, abzuweisen, sollte darin enthalten sein. Sicherheitskontrollen sollten kontinuierlich oder zumindest so häufig wie möglich durchgeführt werden und nicht darauf beschränkt sein, was von PCI verlangt wird.“

So werden Firewalls, Verschlüsselung, Authentifizierung und Wireless Intrusion Detection im aktuellen PCI-Standard für Wireless LANs gefordert. Mit der neuen Berichtsfunktion sei es ein Leichtes, die Konformität wichtiger Elemente mit dem Standard zu überprüfen, sagt Hokaday. Somit könnte die neue Berichtsfunktion angesichts drohender Geldstrafen bei Nichteinhaltung der Standards eine willkommene Lösung sein.

Automatisiern der Berichte

Denn die neue Berichtsfunktion überprüfe, ob einzeln verwaltete Geräte die PCI-Anforderungen einielten. Anwender könnten so sicherstellen, dass Schutzvorrichtungen wie gewünscht arbeiten. Der Bericht sammelt zudem Meldungen über Eindringversuche, die vom drahtlosen Intrusion-Protection-System erkannt wurden, sowie aufgespürte störende Wireless Access Points.

Das manuelle Durchführen dieser Tests indes sei zeitraubend, ineffizient und unterliegt der Gefahr menschlichen Versagens.

Für Kunden, die Airwave bereits im Einsatz haben, ist das Upgrade im Rahmen ihrer Verträge kostenlos. Die Neupreise für den europäischen Markt stehen noch nicht fest, dürften sich aber an den rund 6000 Dollar im US-Markt orientieren.

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