22.03.2007 | Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Martin Hensel
Unter dem zentralen Thema der Virtualisierungslösungen hat sich Sun auf der vorgestern zu Ende gegangenen CeBIT präsentiert. Neben verschiedenen Ansätzen zur Effizienzsteigerung zeigte das Unternehmen aktuelle Serverlösungen und kündigte einen neuen Prozessor an.
Beim Thema Datensicherung propagiert Sun den Wechsel vom konventionellen Backup auf Band hin zu Virtual Tape Libraries (VTL) und bietet dafür mit StorageTek Virtual Tape auch das passende Produkt an. Die virtualisierte Lösung bietet die gleichen Funktionen wie ein Bandroboter, hebt aber dessen physikalische Leistungsgrenzen auf.
Festplatten-basierte Appliances sind prinzipbedingt schneller als Band-Lösungen, per Software lassen sich zudem gleichzeitig mehrere Speichervorgänge auf einem Gerät realisieren. Mit sinkenden Preisen für Festplatten erhöhe sich laut Sun die Attraktivität für eine VTL. Diese könne auch als Cache dienen und den Zugriff auf eine reale Bandbibliothek beschleunigen.
Das aktuelle Solaris-Release erlaubt das gleichzeitige Ausführen von bis zu 32 Betriebssystem-Instanzen auf einem Sun Fire-T1000-Internetserver. Innerhalb dieser Instanzen sind einzelne Anwendungen und Dienste in so genannten Containern vollständig isolierbar. Dies ermöglicht nicht nur das Einrichten exklusiver Ausführungs- und Testumgebungen, sondern nutzt vorhandene Ressourcen auch effektiver. Mit dem Xen Hypervisor kündigt Sun für dieses Jahr zudem die Implementierung einer Paravirtualisierungstechnologie an, in OpenSolaris ist diese bereits verfügbar.
Nicht zuletzt untermauerte Sun auf der Messe den Anspruch als Energiesparer. Mit dem selbstentwickelten Prozessor UltraSPARC T1 sei man in der Lage, besonders ressourcensparende Systeme zu bauen. Neben Stromkosten reduziere man damit auch den Kühlaufwand in Rechenzentren. Der Nachfolger des 70 Watt konsumierenden T1 ist bereits für die zweite Jahreshälfte angekündigt: Auf Internetservern soll der Niagara II dann bis zu 64 Threads gleichzeitig verarbeiten können.
Auf der Messe präsentierte Sun zudem seine aktuellsten Server Blade 8000 und Fire X4500. Letztgenannter stelle durch die integrierten Server- und Speichertechnologien eine gänzlich neue Computerkategorie dar und eigne sich besonders für die Bereitstellung von Web-2.0-Anwendungen, betonte der Serverspezialist.
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2003435)