28.09.2007 | Redakteur: Ulrike Ostler
Juniper Networks bringt mit „MX480“ und „MX240“ neue Carrier-Ethernet-Plattformen auf den Markt. Außerdem bietet der Hersteller neue DPC-Karten an (DPC = Dense Port Concentrator), die die Flexibilität der MX-Serie erhöhen sollen.
Nach einer Erhebung von Synergy Research wird der Umsatz mit Carrier Ethernet-Equipment bis 2011 auf 7 Milliarden Dollar ansteigen, was einem durchschnittlichen jährlichen Plus von 17 Prozent entspricht. Juniper Networks will kräftig daran mitverdienen.
Die neuen Ethernet Service Router ergänzen die MX-Serie des Herstellers um einen neuen Formfaktor. „MX240 und 480 ergänzen die Leistungsfähigkeit und Kapazität des MX960 durch kompakte Formate, die sich für ein breites Anwendungsfeld eignen“, sagt Raj Patel, Vice President of Network, System and Storage Engineering bei Yahoo!. „Wir begrüßen es deshalb, dass Juniper Networks seine MX-Serie auf diese Weise erweitert.“
Die MX-Serie läuft unter dem „Junos“-Betriebssystem, welches jetzt viele VPLS-Funktionen und neue Layer 2 OAM-Features (OAM = Operations, Administration and Management) bietet. Darüber hinaus weist es eine vollständige Layer 2 Switching Implementierung auf.
Zum Umfang von Junos zählen Features wie IEEE 802.1ag für ein vereinfachtes Störungs-Management. Zu den VPLS-Features gehört etwa die Unterstützung für BGP und LDP-basiertes VPLS, Egress-Multicasting-Fähigkeiten für maximale Bandbreiten-Effizienz sowie fortgeschrittenes Multi-Homing für höchste Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit bis zu den Außengrenzen des Ethernet-Netzwerks.
So verfügt MX240 über ein kompaktes 5-RU-Format und eine Switching- oder Routing-Kapazität von 240 Gigabit pro Sekunde, während es der MX480 bei einer Größe von 8 RU auf 480 Gigabit pro Sekunde bringt. Die Plattformen können gleichzeitig bis zu 120 beziehungsweise 240 Gigabit-Ethernet-Interfaces unterstützen. Das ist nach Herstellerangaben mehr als die doppelte Kapazität von Carrier Ethernet-Plattformen vergleichbarer Größe.
Da die MX-Serie mehr als zweimal so viele Ports pro Chassis unterstütze, könnten Kunden die Energieeffizienz ihrer Netzwerke steigern und die Kosten für Stromversorgung, Platzaufwand und Kühlung um etwa 60 Prozent senken, teilt Juniper mit.
Beide Plattformen skalierten bis zu mehr als einer Million MAC-Adressen. Das sei 15-mal höher als die nächstbeste konkurrierende Lösung. Provider könnten folglich eine der entscheidenden Herausforderungen im Zusammenhang mit der Skalierung von Ethernet-Netzen meistern und die Voraussetzungen für umfangreiche Service Provider-Installationen schaffen.
Zur Maximierung der Flexibilität und Leistungsfähigkeit der MX-Serie in unterschiedlichen Netzwerkumgebungen stellt Juniper zusätzlich eine Reihe neuer DPC-Karten vor, die neben einer dichten Bestückung mit Ethernet-Schnittstellen eine Vielzahl von Service-Funktionen vorzuweisen haben:
Die oben genannten DPC-Karten sind mit 4x10 Gigabit Ethernet und 40x Gigabit Ethernet-Interfaces lieferbar und innerhalb der MX-Serie tauschbar. Das kann für einen weniger komplexen Betrieb sorgenund die Ersatzteilkosten mindern.
Zusätzlich zu den Chassis der MX-Serie, den Linecards sowie den Carrier Ethernet-Features von Junos bietet Juniper drei neue Prozessorkarten für das Chassis „M320“ an. Die neuen „FPC-E3“-Karten nutzen den Juniper-I-Chip ASIC.
Während der Ethernet Services Router MX480, die DPCE-X Layer-2 Switching Cards und die FPC-3 Cards umgehend verfügbar sind, gibt es die Enhanced Queuing DPCE-Q Cards erst ab dem vierten Quartal 2007 zur Verfügung. Die generelle Verfügbarkeit des MX240 wird für das erste Quartal 2008 erwartet.
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