iPhone und G1 fordern Mobile-Backhaul-Infrastrukturen heraus

Carrier Ethernet löst den Engpass beim mobilen Internet auf

11.02.2009 | Autor / Redakteur: Daniel Prokop / Andreas Donner

Die Zukunft des Mobile Backhaul heißt Carrier Ethernet

Trotz derzeit allgemein eher düstereren wirtschaftlichen Aussichten ist der Mobilfunkmarkt relativ krisensicher und entwickelt sich positiv-dynamisch weiter. Besonders mobile Internetzugänge, die inzwischen am Massenmarkt angekommen sind, bieten steigende Absatzchancen. Doch mit der wachsenden Akzeptanz des Mobile-Web wachsen auch die Anforderungen an die Carrier, die ihre Netze jetzt massiv ausbauen müssen.

Attraktive und leistungsstarke Endgeräte wie das Apple iPhone oder das Google-Handy sind derzeit die klaren Treiber für den massiven Anstieg der mobilen Internet-Nutzung. Laut einer Studie von Nielsen Mobile gehen 63 Prozent der iPhone Besitzer mit ihrem Gerät ins Internet. Der Mobilfunkbetreiber T-Mobile verzeichnete bei iPhone Nutzern sogar eine 30-fach höhere mobile Internet-Nutzung als bei Kunden mit anderen Mobiltelefonen.

Auch beim Anschauen von Videos (25 Prozent) sowie dem Empfangen und Versenden von E-Mails liegen die Apple-Kunden weit vorne. 80 Prozent der iPhone-Nutzer gehen vier Mal pro Woche mit dem Handy ins Internet und auch das Download-Angebot im Apple App-Store wird nach T-Mobile-Angaben sehr stark in Anspruch genommen.

Diese Trends bringen jedoch die derzeitigen Mobilfunknetzwerke, besonders im Bezug auf die Bandbreite, an ihre Grenzen, da diese immer noch auf die Übertragung von Sprach-Daten ausgerichtet sind. Um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden, sind die Betreiber gezwungen, die Netzwerke übergreifend zu optimieren. Dafür müssen besonders die Netzwerkbandbreiten hinsichtlich ihrer Kapazität und Geschwindigkeit ausgebaut werden.

Mobile Backhaul mit tragender Rolle

Eine besondere Rolle spielt dabei das so genannte Mobile Backhaul, also der Abschnitt, in dem der Datenverkehr zwischen Basisstation und Gateway zum Packet Netzwerk und Voice Switched Netzwerk stattfindet.

Bis vor kurzem versuchten Netzwerkbetreiber Backhaul-Kapazitäten vor allem durch das teure Anmieten zusätzlicher E1 Leitungen mit 2.048 Megabits pro Sekunde (Mbit/s) basierend auf dem Zeitmultiplexverfahren (Time Division Multiplex, TDM) hinzuzufügen. Die Ausgaben stehen hier jedoch in keinem Verhältnis zu den Einnahmen, da die Betriebskosten viel höher sind als der Umsatz, der durch neue Datendienste erzielt wird.

Weltweit ist das TDM-Backhaul für 20 bis 40 Prozent der gesamten Betriebskosten mobiler Netzwerke (OPEX) verantwortlich. In einem wettbewerbsorientierten Markt mit rückläufigem durchschnittlichen Erlös pro Kunde (ARPU) ein untragender Zustand.

Netzbetreiber daher einige Punkte konkret in Betracht ziehen.

weiter mit: Engpässe im Mobilfunknetzwerk überwinden – Skalierbarkeit garantieren

Inhalt des Artikels:

»1 »2 »3 nächste Seite

Kommentar zu diesem Artikel

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)



Spamschutz 

Bitte geben Sie das Resultat dieser Rechenaufgabe (Addition) ein:
Kommentar abschicken

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2019312)