22.01.2007 | Autor / Redakteur: Thomas Jungbluth / Andreas Donner
Neben Wireless LAN und Bluetooth schickt sich eine dritte Kraft an, die Büros von Kabeln zu befreien: Wireless USB. Auf der CES in Las Vegas wurde das System vorgestellt.
Wireless USB soll die normale USB-Schnittstelle des Computers durch eine Funkverbindung ersetzen. Und während WLAN und Bluetooth mit 100 Megabit pro Sekunde „schleichen“, erreicht man mit Wireless USB die gleiche Datenübertragungsrate wie im Kabel, nämlich 480 MBit/s.
Auch die Infrastruktur gleicht dem kabelgebundenen „Universalanschluss“. Die Verteilung erfolgt sternförmig über eine „Hub“-Struktur. Die sendenden Geräte (zum Beispiel ein PC) gelten dabei als „Hub Wire Adapter“ und die empfangenden Geräte (Drucker, Kameras etc.) als „Device Wire Adapter“.
Eine Norm hat die USB-Kommission schon festgelegt, und zurzeit erfolgt die Übernahme dieser Vereinbarung in den einzelnen Ländern. Erste Geräte sollen in den nächsten Wochen erscheinen – vielleicht gibt es damit bereits auf der CeBIT etwas zu sehen.
Bevor dieser Standard etabliert und vor allem weit verbreitet ist, dürfte aber noch einige Zeit vergehen. Jedoch steht eine wesentlich schnellere Akzeptanz als seinerzeit mit der ersten Variante von USB zu erwarten.
Die USB-Kommission, darunter Intel und zahlreiche andere große Firmen rechnet mit ca. 300.000 Wireless-USB-Anwendern bis zum Jahr 2010. Und diese Zahl ist nicht aus der Luft gegriffen: Die Anwender werden Wireless USB deswegen annehmen, weil es auf einem bekannten Standard aufsetzt und damit keine bösen Überraschungen zu erwarten sind. Damit ist Wireless-USB auch eine „ernste Gefahr“ für Bluetooth – denn das ist mit seinen dutzend Profilen, die kaum jemand richtig zuordnen kann, derzeit viel zu kompliziert.
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2001943)