03.03.2010 | Autor / Redakteur: Daniel Prokop / Andreas Donner
Der exponentielle Anstieg der vernetzten Geräte, die Informationen unter- und miteinander austauschen, verlangt mehr verfügbare Netzwerkbandbreite. Betreiber, die schon jetzt Schwierigkeiten haben, den Anforderungen des 3G- oder Bandbreitenwachstums gerecht zu werden, müssen sich neue intelligente Wege suchen, um das Netzwerk auszubauen und zu optimieren ohne die Kosten nach oben zu treiben.
Außerdem müssen die Netzwerke in der Lage sein, verschiedensten Service- und Qualitätsanforderungen gleichzeitig nachzukommen. Dabei ist es wichtig, zwischen Traffic mit niedriger und hoher Priorität zu unterscheiden und das Netzwerk dynamisch, On-Demand und in Echtzeit den schwankenden Kapazitätsanforderungen anzupassen. Nur Service-orientierte Netzwerke erlauben die flexible Ausnutzung bestehender Kapazitäten ohne die Servicequalität negativ zu beeinflussen.
Idealerweise verfügen diese über programmierbare Netzwerkelemente wie optische Switching- und Transportlösungen, Carrier Ethernet Netzwerk Hardware mit Field-Programmable Gate Arrays (FPGA) und eine auf Network Processing Units (NPU) basierte Programmierbarkeit. Durch diese Netzwerkelemente können Betreiber verschiedenste Dienste und Schnittstellen definieren und die Zuordnung und Verteilung von Diensten und Infrastruktur-Bandbreiten flexibel bestimmen.
Zusätzlich umfassen ein Service-orientiertes Betriebssystem sowie eine einheitliche Verwaltungs-Plattform die verschiedensten Netzwerkelemente und zwar vom Customer Edge Router, der sich kundenseitig am Übergang vom Provider- zum Kundennetz befindet, bis zum Service Provider Core. Diese gemeinsame Plattform garantiert, dass die unterstützten Geräte und Dienste selbst zu Spitzenzeiten funktionieren. Ein transparenter Aufbau ermöglicht das Überprüfen der Service Levels im gesamten Netz und eine beschleunigte Dienst-Entwicklung und -Aktivierung verkürzt die Produkteinführungszeit deutlich.
Eine Carrier-Ethernet-basierte Umgestaltung des Netzwerks erleichtert die Migration von Altsystemen und -technologien auf IP/Ethernet Dienste und Infrastrukturen. So kann ein konvergiertes, zukunftsfähiges Netzwerk auf Basis einer differenzierten und Paket-optimierten Netzwerkinfrastruktur aufgebaut werden.
Obwohl das Internet der Dinge unsichtbar und im Hintergrund fungiert, bedarf auch die darüber liegende Infrastruktur der Optimierung. Selbst Betreiber großer öffentlicher IP Backbones erfahren Jahr für Jahr einen Anstieg des Datenvolumens von bis zu 50 Prozent und investieren aus diesem Grund verstärkt in große verteilte Rechenzentren. Die Bandbreite zwischen diesen Datenzentren wird dramatisch wachsen und den Einsatz von optischen Ethernet Netzwerken rechtfertigen. Aufgrund des benötigten Speichers und der überall benötigten Verfügbarkeit werden diese miteinander vernetzten Rechenzentren auf strategische Plätze auf der ganzen Welt verteilt sein.
In zehn Jahren wird das Web – eine Verschmelzung von Storage, Computing, Kommunikation, Mensch und Maschine – in Bezug auf Geschwindigkeit, Leistungsfähigkeit und Reaktionszeit leistungsstärker denn je sein. Dieses Netzwerk der Zukunft wird auf neuen Netzwerkarchitekturen basieren, die auf optischer Ethernet Technologie beruhen. Das birgt viele Herausforderungen, aber auch Chancen – vor allem für die, die sich bereits heute auf die Anforderungen von morgen einstellen.
Daniel Prokop ist Account Manager bei Ciena
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