21.04.2009 | Redakteur: Ulrike Ostler
Mit dem Softwarepaket „Net Ally 7.0“ zur VoIP-Evaluierung und Fehlersuche lassen sich Risiken bei der Implementierung und Erweiterung von VoIP-Diensten senken. Das Produkt von Fluke Networks hilft, den aktuellen Netzwerkzustand zu bewerten. Viele Hersteller von IP-Telefonanlagen sehen eine solche Bewertung des Netzwerks als Voraussetzung eine für VoIP-Implementierung an.
Mit der aktuellen Version 7.0 der Software Net Ally lässt sich laut Anbieter Fluke Networks das maximale Anrufvolumen und die Anrufqualität in nur kurzer Zeit bestimmen. Erfolgt die Untersuchung der VoIP-Voraussetzungen vor der Implementation, treten nachher weniger Probleme auf. Es muss weniger Zeit aufgewendet und damit weniger Geld für die Problembehandlung ausgegeben werden.
Vor gut einem Jahr hat der Herstller die Rechte der Net-Ally-Produktlinie von Viola Networks übernommen. Das Produkt im Bereich VoIP Lifecycle Management ist bei Fluke Networks nun Teil der „Portable Network Analysis“-Linie.
Die beiden wichtigsten Bereiche, in denen Net Ally eingesetzt wird, sind die Evaluierung für VoIP und die Fehlersuche in bereits implementierten VoIP Umgebungen. Eine Agententechnik ermöglicht es, End-to-End Performance Messungen durchzuführen.
Der Gartner-Bericht „Ignore IP Telephony Network Assessments at Your Own Risk“ weist auf die Risken für das gesamte Netzwerk hin, wenn VoIp eingeführt wird: „Wenn Unternehmen IP-Telefonie (Internet Protocol) einführen, wirkt sich das auch auf die Datennetzwerke der Unternehmen aus. Doch trotz vielfältiger Diskussionen zu diesem Thema überprüfen einige Unternehmen und Integratoren nach wie vor die Netzwerkeignung vor der Implementierung nicht ausreichend. Dies führt häufig zu ungeplanten Zusatzkosten oder Verzögerungen bei der Implementierung. Eine angemessene Bewertung des Netzwerks ist unerlässlich, um diesen Risiken vorzubeugen.“
Mit Net Ally soll sich überprüfen lassen, ob eine ausreichende Netzwerkeignung besteht. Das Produkt soll helfen, Probleme im Netzwerk zu erkennen, Maßnahmen zur Problembehandlung zielgerichtet einzuleiten und so die Installationsdauer zu verkürzen. Im Gegensatz zu Simulationssoftware erzeugt die Software Datenverkehr im betreffenden Netzwerk und liefert damit auf echten Messungen basierende Ergebnisse.
Die vorhandenen Netzwerkgeräte werden erkannt und etwa darauf hin überprüft, ob Quality of Service (QoS) aktiviert ist. Die Software errechnet zudem, wie viele VoIP-Anrufe gleichzeitig unterstützt werden, und bestimmt die erwartete MOS-Qualität bei verschiedenen Nutzungsanforderungen.
Service Levels können nach Ort und Tageszeit erfasst und dokumentiert werden. Der Nutzer kann gegebenenfalls Geräteeinstellungen und/oder QoS-Konfigurationen anpassen, um die erwartete Dienstgüte zu erreichen.
Die Benutzeroberfläche des „Net Ally Test Center“ wird auf dem „Opti View Integrated Network Analyzer“ von Fluke Networks ausgeführt. Allerdings lässt sich die 7.0-Version auch auf einem eigenständigen Server ausgeführen.
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