Midspan-Technologie punktet mit Einbindung über größere Entfernungen bei höherer Flexibilität

Power over Ethernet bringt Leistung und Administrationsvorteile

11.08.2010 | Autor / Redakteur: Sani Ronen / Sarah Maier

Abbildung 1: PoE-Midspans werden zwischen Switch und Verbrauchern (PD) angeordnet.

Power-over-Ethernet (PoE) macht das Einrichten von Netzwerken einfacher. Es ist somit möglich, IP-fähige Geräte weit entfernt von Steckdosen anzuordnen. Da bei PoE die Stromversorgung zusammen mit der Datenübertragung über die Standard-Ethernet-Verkabelung erfolgt, lassen sich Netzwerke einfacher installieren, aufgerüsten, erweitern, überwachen und warten.

Nach der Ratifizierung des PoE-Standards IEEE802.3at für höhere Leistungen im vergangenen Jahr eignet sich diese Technologie nunmehr für ein Gerätespektrum von n-WLAN-Zugangspunkten über dreh- und schwenkbare Kameras (PTZ) bis hin zu WiMAX-Endgeräten und sogar Laptops.

PoE ist eine intelligente Technologie zur Stromversorgung. Dies bedeutet, dass Speisemodule (PSE) nur geeignete Verbraucher (PD) mit Spannung versorgen und dann die von jedem Verbraucher entnommene Leistung aktiv überwachen und auf ein Maximum begrenzen. Über die PoE-Technik werden die Verbraucher im Fall einer physischen Netztrennung oder einer Fehlfunktion wie Kurzschluss oder Überlast auch elektrisch abgeschaltet. Diese Intelligenz lässt sich unter anderem dazu verwenden, Verbraucher einfach und effizient fernzusteuern und zu überwachen.

PoE lässt sich entweder als integrale Funktion des Netzwerk-Switchs oder über „Midspans“ genannte Peripheriegeräte, die zwischen den vorhandenen Switch und die Verbraucher (PD) im Netzwerk geschaltet werden (siehe: Abbildung 1), realisieren. Midspans sind mit vielerlei unterschiedlichen Portdichten erhältlich und bieten eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Fernsteuerung und Energieeinsparung, die nicht zur Verfügung stehen, wenn PoE als integrale Funktion des Switch ausgeführt ist.

Doppelte Leistung

Nach dem ursprünglichen Standard IEEE802.3af konnten den Verbrauchern lediglich bis zu 15,4 Watt Leistung zugeführt werden. Mit dem Hochleistungsstandard IEEE802.3at hat sich dieser Wert auf 25,5 Watt fast verdoppelt. Nach dem neuen Standard können Verbraucher bis zu 51 Watt Gleichspannung erhalten, wenn alle vier Adernpaare des Ethernet-Kabels genutzt werden (siehe: Abbildung 2).

Dies ist wichtig für Verbraucher wie IP-Kameras im Freien mit eingebautem Motor und/oder Heizvorrichtung oder Zugangskontrollsysteme, deren Controller, Leser und Türschlösser bis zu 45 Watt Leistung erfordern können. Alle diese Vorrichtungen lassen sich jetzt mit einem einzigen PoE-Kabel versorgen.

weiter mit: Zwei- und vierpaarige Lösungen im Vergleich

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