Kein Treiber? Die Anschaffung neuer Drucker hat eine Alternative

Migration auf Windows 7 – nützliche Tipps zum Drucken und Umsteigen

13.08.2010 | Autor / Redakteur: Silke Kluge / Ulrike Ostler

Der Drucker tut´s. Doch übersteht er auch eine Window-7-Migration? Bild: Thinprint

Das ist eine unangenehme Überraschung. Der Umstieg auf Windows 7 ist geschafft. Doch der ein oder andere im Unternehmen kann nicht mehr drucken. Die notwenigen Treiber fehlen und wird es auch nicht geben. Das bedeutet: Zurück zum alten Betriebssystem? Nein. Anschaffung neuer Drucker? – Doch wie wäre es mit virtuellen Druckertreibern?

Die Migration auf Windows 7 steht an. In den meisten Fällen startet damit sinnvollerweise zeitgleich das Update auf 64 Bit. Warum sollte man auch Windows 7 auf 32 Bit einführen?

Um die Migration zu erleichtern und Hemmschwellen aus dem Weg zu räumen, hat Microsoft in Windows 7 den XP-Modus eingebaut. Er ermöglicht es, auch weiterhin Anwendungen zu nutzen, die nicht mit Windows 7 kompatibel sind oder die nur unter 32 Bit laufen.

Startet ein Nutzer eine 32-Bit-Anwendung, läuft diese auf dem Virtual PC, ohne dass der Anwender einen Bruch in den Betriebssystemen bemerkt. Diese nahtlose Integration ist eine runde Sache für alle Unternehmen, die auf das neue System migrieren und trotzdem bewährte 32-bit- bzw. XP-Lösungen weiterhin nutzen wollen.

Wird der eigene Drucker unterstützt?

Kritisch wird es jedoch, wenn aus Windows 7 gedruckt werden soll. Denn eine Druckausgabe ist – sowohl mit dem Virtual PC als auch mit dem Windows Desktop – nur dann möglich, wenn der geeignete Treiber vorhanden ist.

Obwohl für Windows 7 etwa 20.000 Treiber im Betriebssystem zur Verfügung stehen und weitere 10.000 durch Windows-Update gezogen werden können, bleibt eine beachtliche Schar von Druckern älteren Baujahrs übrig, für die es keine Treiber gibt.

Spätestens jetzt wird es höchste Zeit für eine Bestandsaufnahme: Gibt es für die bisher eingesetzten Drucker neue Treiber? Nachschauen lässt sich das im Windows-Kompatibilitäts-Center. Und was tun, wenn es keine gibt und auch keine zu erwarten sind?

Neue Drucker kosten

Eine Möglichkeit ist natürlich, die Druckerhardware auszutauschen. Doch wer will das schon? Gerade im Unternehmensumfeld kann der Ersatz von Druckern schnell eine fünfstellige Summe verschlingen. Hinzu kommt, dass für alle neuen Drucker auch Treiber installiert werden müssen – auf den Servern wie auf den einzelnen Arbeitsplatzrechnern.

Eine interessante Möglichkeit, den Austausch der Drucker und den Installationsmarathin zu vermeiden, bietet der Einsatz von virtuellen Druckertreibern. Der auf Drucklösungen spezialisierte Softwarehersteller Thinprint beispielsweise hat eine Technik mit der Bezeichnung „V-Layer“ (kostenlose Demoversion siehe: Link) entwickelt.

Das Produkt „V-Layer Basic“ richtet sich an Unternehmen, die einen zentralen Druck-Server im Einsatz haben und die weiterhin alle Drucker – ob mit oder ohne Windows 7-Treiber – unterstützen wollen. Auf diesem zentralen Druck-Server werden dann ein einziges Mal alle Original-Treiber der eingesetzten Drucker installiert.

Das können Windows 7- oder XP-Treiber sein. Per Mausklick lassen sich diese Original-Druckertreiber im nächsten Schritt in V-Layer-Drucker verwandeln. Auf den einzelnen PCs entfällt damit die Installation der Original-Druckertreiber; es muss lediglich der virtuelle Thinprint-Treiber installiert werden. Alte Drucker bleiben damit weiterhin in Betrieb, und die Arbeit der System-Administration wird zentralisiert und dabei erheblich vereinfacht.

weiter mit: Window-7-Spezifika für das Drucken

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