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Microsoft PowerShell 2.0 – Kommandozeile reloaded

12.09.2008 | Autor / Redakteur: Markus Widl / Andreas Donner

Background Jobs

Neu eingeführt werden auch so genannte Background Jobs mit denen zeitaufwändige Befehle im Hintergrund, also asynchron, ausgeführt werden können. Der PowerShell-Prompt erscheint nach dem Starten eines Background Jobs unmittelbar. Das Ergebnis des Jobs kann dann zu einem gegebenen Zeitpunkt abgefragt werden. Background Jobs können lokal, aber auch remote ausgeführt werden. Hier kommt wiederum PowerShell Remoting zum Einsatz, was auch bei rein lokalen Jobs erforderlich ist.

Ein Background Job wird beispielsweise wie folgt gestartet:

$job = start-psjob -command „get-service“

Die Variable $job enthält hier nicht etwa das Ergebnis von get-service, sondern ein Job-Objekt, das zur Verwaltung des Jobs verwendet wird. Das Ergebnis des Jobs wird mit dem Cmdlet receive-job ermittelt:

receive-psjob -job $job

Sollte get-service noch nicht beendet sein, liefert receive-psjob nur ein vorläufiges Ergebnis und löscht dann den Rückgabepuffer. Soll dieser nicht gelöscht werden, wird der Parameter -keep mit angehängt.

Es stellt sich hier noch die Frage, wie ermittelt wird, ob ein Background Job bereits beendet wurde oder nicht. Steht in der Eigenschaft $job.JobStateInfo.State der Wert „Complete“, ist der Job vollständig abgearbeitet worden.

Grafische PowerShell-Oberfläche

Wem die klassische Eingabeaufforderung der PowerShell zu unkomfortabel und unflexibel ist, kann aufatmen. Microsoft zeigt eine grafische PowerShell-Oberfläche mit dem Namen „Graphical Windows PowerShell“ (siehe Abbildung). Der Anwender erhält dort ein zweigeteiltes Fenster, eines für die Eingabe der Befehle und eines für die Ausgabe. Somit ist es deutlich einfacher, zu vorher getätigten Befehlen zu wechseln und die Übersicht steigt deutlich.

Auch ein Scripteditor ist in das Tool integriert, mit dem auch mehrere Scriptdateien parallel bearbeitet werden können. Die Richtung des Tools stimmt, doch fehlen einige Funktionen, wie sie aus Entwicklungsumgebungen bekannt sind, etwa Intellisense zur automatischen Anzeige von Parametern und deren Beschreibung. Auch ein Debugger mit Anzeige der aktuellen Variablenwerte und zeilenweiser Ausführung wäre wünschenswert. Ebenso fehlt die Möglichkeit, Scriptdateien direkt aus der Oberfläche heraus zu signieren, wie es manche Ausführungsrichtlinien der PowerShell erfordert.

CTP2 für jeden erhältlich

Wer es bis zum Veröffentlichungszeitpunkt nicht erwarten kann, findet die CTP2 unter dem am Ende des Artikels angegebenen Link und kann sich selbst eine Meinung über die neuen Features bilden.

Die hier vorgestellten Erweiterungen der PowerShell stellen aber nur einen Teil der Funktionalitäten der CTP2 dar. Die mit der CTP2 erhältliche Dokumentation liefert jedoch eine vollständige Beschreibung der Änderungen und Ergänzungen.

Die CTP2 läuft unter Windows XP, Vista, Server 2003 sowie Server 2008 mit jeweils aktuellem Service Pack. Allerdings sollte von einer Installation in einer Produktivumgebung Abstand genommen werden, da es sich um einer Vorab-Version handelt. Auch wird es sicherlich noch an einigen Stellen Änderungen und Ergänzungen geben.

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