12.09.2008 | Autor / Redakteur: Markus Widl / Andreas Donner
Noch ist es ein langer Weg, bis Version 2 von Microsofts Kommandozeilen-Tool PowerShell allgemein verfügbar sein wird. Interessierte Administratoren können aber schon heute einen Blick auf mögliche Features der kommenden Version werfen – über eine Community Technology Preview (CTP). SearchNetworking stellt einige Highlights daraus vor.
Die heute erhältliche Version 1 der PowerShell ist nicht mehr taufrisch und wird selbst mit dem neuen Windows Server 2008 in alter Form ausgeliefert. Version 1 ist für Windows XP und den Windows Server 2003 schon seit November 2006 erhältlich und hat, wie häufig bei Erstlingsversionen anzutreffen, auch einige Ecken und Kanten.
Doch Version 2 lässt noch auf sich warten. Der in Entwicklung befindliche Nachfolger ist zwar bereits „feature complete“, sein Erscheinen wird aber erst im Laufe des kommenden Jahres erwartet. Mit einer CTP (Community Technology Preview) zeigt Microsoft aber bereits heute Techniken und Funktionen, die höchstwahrscheinlich in der neuen Version zum Einsatz kommen werden. Dieser Artikel stellt aus der aktuellen CTP2 folgende drei Highlights vor:
Endlich können PowerShell-Befehle nun auch auf anderen Computern im Netzwerk ausgeführt werden. Bei Version 1 ist dies nur vereinzelt möglich, etwa mit Hilfe von WMI. Dieses „PowerShell Remoting“ funktioniert allerdings nur dann, wenn sowohl auf der lokalen als auch auf der Remote-Maschine neben der PowerShell 2 auch WinRM (Windows Remote Management) installiert ist. PowerShell Remoting funktioniert derzeit nur mit Windows Vista SP1 und dem Windows Server 2008.
Möchte der Anwender beispielsweise auf einem anderen Computer diverse PowerShell-Kommandos ausführen, kann er eine Session öffnen und dabei den Computernamen angeben.
Die anschließend abgesetzten Befehle werden dann über diese Session auf dem angegebenen Computer ausgeführt. Abschließend wird die Session mit folgendem Befehl beendet:
Wenn dieser Vorgang zu Aufwändig ist, kann über das Cmdlet invoke-command direkt PowerShell-Code auf einer entfernen Maschine ausgeführt werden. Hier ein Beispiel:
Daneben hat der Parameter -computername bei verschiedenen Cmdlets Einzug gehalten, beispielsweise bei get-process, get-service und get-event. Dieser Parameter wurde bisher nur bei get-wmiobject eingesetzt, was die Arbeit mit WMI auf anderen Computern ermöglichte. PowerShell Remoting ist bei den hier genannten Cmdlets übrigends nicht erforderlich.
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