10.07.2007 | Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Martin Hensel
Unternehmen stecken mehr Geld in ihre IT-Infrastruktur. Größter Kostenfaktor bleibt die Hardware. Durch Updates sowie die Aktualisierung von ERP- und CRM-Systemen schließen Software und Dienste nun auf. Systemanbieter und -dienstleister werden davon nur bedingt profitieren: Ein Großteil der Budgets wird intern für Entwicklung und Unterhalt ausgegeben.
Ein positives Fazit ziehen die Marktforscher von Datamonitor in ihrer aktuellen Studie „Understanding IT budget trends H1 2007“. Weltweit rechnen die Analysten demnach mit steigenden IT-Ausgaben in Unternehmen. Anbieter müssen jedoch davon nicht zwangsläufig profitieren.
„Unternehmen stecken über ein Drittel ihrer IT-Budgets in interne Entwicklung und Systempflege. Dies ist auch einleuchtend, da innerbetriebliche Teams in der Regel die erste Wahl für die eigenen IT-Bedürfnisse darstellen“, sagt Aphrodite Brinsmead, Technology Analyst bei Datamonitor und Autorin der Studie.
Über die Hälfte der untersuchten Firmen im Finanzsektor gaben an, 2008 mehr Geld in die IT zu investieren – was die Forscher aufgrund steigender Einnahmen und erstarkter Wirtschaft wenig verwunderte. Das Unternehmen auf dem kürzlich konsolidierten Energiemarkt analoge Pläne haben, sei schon bemerkenswerter. Datamonitor meint: Standardisierung und Ersatz alter IT-Systeme haben hohe Priorität.
Mit mehr als 33 Prozent fließt der Löwenanteil aller IT-Ausgaben noch immer in die Hardware. Dennoch erkennen die Forscher, dass Ausgaben für Software und Services zunehmen. Grund hierfür sind regelmäßig notwendige Systemupdates. Zum steigenden Anteil tragen zudem System-Ausgaben für Enterprise Resource Planning (ERP), Customer Relationship Management (CRM) und Business Intelligence (BI) bei. Weiterhin erkennen die Analysten steigenden Bedarf an Dienstleistungen für eine immer komplexer werdende IT-Infrastruktur und entsprechende Angebote der Händler.
Für die Studie befragte Datamonitor 500 IT-Entscheider in Unternehmen aus den USA, Europa und Australien. Erhebungszeitraum war das erste Halbjahr 2007.
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2005936)