IT-Konsolidierung und Virtualisierung

Optimierte WANs vermeiden Performance-Engpässe bei Anwendungen und Verfügbarkeit

10.06.2009 | Autor / Redakteur: Christian Lorentz* / Ulrich Roderer

Die WAN-Optimierungslösungen von Riverbed beispielswiese sorgen für Netzwerkperformance

In Zeiten der Wirtschaftskrise steht das Thema IT-Konsolidierung bei vielen Unternehmen auf der Agenda. Sie versprechen sich davon erhebliche Kosteneinsparungen. Doch Virtualisierung ohne entsprechende Netzoptimierung kann teuer werden.

Eine konsolidierte Infrastruktur auf Basis der Virtualisierung macht vieles einfacher: Sie reduziert den administrativen Aufwand und verbessert die Ressourcenauslastung sowie den Datenschutz. Trotzdem bleibt Virtualisierung bei Unternehmen mit mehreren Standorten, die über ein Wide Area Network (WAN) verbunden sind, eine Herausforderung.

Bei der Konsolidierung müssen vor allem zwei Punkte beachtet werden: die Applikationsperformance und die Verfügbarkeit. Dabei müssen beide Herausforderungen gleichzeitig angepackt werden und nicht etwa Eines zu Ungunsten des Anderen umgesetzt werden. Die Investitionen für die nötige Schadensbegrenzung übersteigen sonst schnell die erhofften Einsparungen.

Die größte Herausforderung ist die Applikationsgeschwindigkeit: Das Konzept dezentraler Client-Server-Architekturen basiert vor allem auf der Überlegung, die Server nahe der Arbeitsplätze zu positionieren, um volle Performance zu erhalten. Die Konsolidierung dieser Geräte kehrt das Prinzip um und bleibt deshalb auch für die Performance nicht ohne Folgen.

Um diese Konsequenzen abzumildern, erhöhen viele Unternehmen die Bandbreite – oft ohne Erfolg. Denn das eigentliche Problem ist nicht etwa die Bandbreite, sondern die Latenz im Zusammenspiel mit Unzulänglichkeiten des Applikationsprotokolls im WAN. Davon abgesehen sind Bandbreiten-Erweiterungen oft teuer und lassen den Kostenvorteil durch Konsolidierung schwinden.

Daten- und Systemverfügbarkeit garantieren

Der zweite wichtige Aspekt bei Konsolidierungsprojekten sind die steigenden Anforderungen an die Verfügbarkeit, die damit einhergehen. Je mehr Anwender von der Hardware „bedient“ werden müssen, desto kritischer sind die Folgen eines Ausfalls. Statt temporärer Downtime von einzelnen Niederlassungen ist bei einem konsolidierten System unter Umständen das komplette Unternehmen weltweit betroffen. Server-Virtualisierung mag viele Vorteile haben, wenn es darum geht, einzelne Systeme schnell wieder zum Laufen zu bringen, bei schwerwiegenden Netz- oder Stromausfällen offenbaren derart konsolidierte Installationen jedoch ihre Schwächen.

Unternehmen sind deshalb gut darin beraten, eine umfassende Strategie für die Bereiche Disaster Recovery und Business Continuity zu entwickeln. Klassische Hilfsmittel dabei sind Technologien wie Data Replication, Continous Data Protection (CDP) bei entfernten Standorten und virtuelle Tape Librarys (VTL) für Disk-to-Disk-Backup-Vorgänge.

Die Ursachen der Latenzzeiten wirksam bekämpfen

Für die meisten Unternehmen bietet sich durch Konsolidierung die Chance für weitreichende Kostensenkungen. Allerdings hapert es bei der Bereitstellung von Anwendungen über das WAN häufig an einer akzeptablen Performance, so dass manche Applikation in den Zweigstellen extrem langsam sind. Abhilfe schafft hier eine WAN-Optimierungslösung: Diese ermöglicht die Nutzung von Servern in „LAN-Geschwindigkeit“, auch wenn diese Server hunderte Kilometer entfernt in der Unternehmenszentrale stehen. Dazu beschleunigt die Optimierungslösung die Performance aller TCP-basierten Anwendungen im WAN, indem es die drei entscheidenden Ursachen der Latenzzeiten behebt: Überlastung der WAN-Verbindungen, Latenz und Geschwätzigkeit des TCP-Protokolls und Ineffizienz der Applikationsprotokolle.

Inhalt des Artikels:

  • Seite 1: Optimierte WANs vermeiden Performance-Engpässe bei Anwendungen und Verfügbarkeit
  • Seite 2: Fazit

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