15.09.2011 | Autor / Redakteur: Frank Castro Lieberwirth / Andreas Donner
Mit dem Active Directory Explorer (kurz AD-Explorer) können Inhalte von der Microsoft Active-Directory-Datenbank angezeigt und bearbeitet werden. Das nur 242 KB große Tool liefert sogar eine grafische Oberfläche, die in vielen Fällen die Kommandozeilentools ntdsutil.exe und dsquery.exe überflüssig machen.
Der AD-Explorer bietet folgende Features (Details siehe Abbildungen):
Bevor Active Directory über AD-Explorer oder ADSI-Edit verändert wird, sollte ein Backup über Ntdsutil oder einem anderen Backup-Programm erfolgen. Die Tools Ntdsutil (bzw. Dsdbutil) befinden sich auf jedem Domänencontroller oder Clientcomputer mit den Microsoft Remote-Tools von KB958830. Backups, die beispielsweise mit Ntdsutil vorgenommen wurden, können nicht mit AD-Explorer importiert werden. Es sei hier besonders hingewiesen, dass der Snap-Shot von AD-Explorer kein Backup darstellt!
Die Funktionsweise von ADSI-Edit und AD-Explorer ist durchaus vergleichbar. Der AD-Explorer zeigt aber noch zusätzlich gelöschte Objekte, sog. Tombstones Objects, an. Diese, hier grau hinterlegten Objekte sind nicht editierbar und können leider auch nicht widerhergestellt werden.
Der AD-Explorer bietet eine gute Suchfunktion und kann Veränderungen innerhalb zweier Snap-Shots erkennen. Weiterhin zeigt der AD-Explorer im Gegensatz zu ADSI-Edit auch die nicht festgelegten Attribute eines Objekts an. Dem AD-Explorer fehlt aber die Verschiebungsfunktion von Objekten, wie beim ADSI-Edit. Resümierend stellt der AD-Explorer mit seinen Such- und Bearbeitungsfunktionen ein wichtiges und notwendiges Tool zur Bearbeitung der Active-Directory-Datenbank dar.
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2052884)