SaaS-Angebot für Business Intelligence (BI) in neuer Version

„SAP BusinessObjects BI OnDemand“ ist mehr als nur benutzerfreundlich

12.04.2010 | Autor / Redakteur: Rüdiger Spies / Katrin Hofmann

Die Sicht von IDC

IDC glaubt, dass SAP mit seiner Marketingausrichtung für BI On Demand auf den „normalen Nutzer“ in Unternehmen etwas zu kurz greift, da die Plattform auch dem OEM-Markt durchaus etwas zu bieten hat. Beispielsweise sind Oco Inc., Jive Software und NetSuite OEM-Kunden beziehungsweise SAP-Partner für die BI-On-Demand-Plattform.

Eine der Hauptherausforderungen war es für BI-Anbieter schon immer, „normale“ Nutzer davon zu überzeugen, von ihren Spread-Sheets abzulassen und sich auf umfangreichere BI-Plattformen einzulassen. Dabei spielt die Bereitschaft der potenziellen Nutzer, sich auf Neues einzulassen, die größte Rolle. SAP – übrigens genauso wie andere Anbieter – stoßen hier an ihre Grenzen. Spread-Sheets sind den Anwendern einfach zu vertraut, als dass diese sie gerne aufgeben würden.

Der Salesforce.com Accelerator ist einerseits ein gutes Angebot von SAP, andererseits adressiert er einen nur begrenzten Markt, an dem Mitte letzen Jahres bereits das Silicon-Valley-Startup-Unternehmen LucidEra gescheitert ist. LucidEra hatte seit 2007 ein ähnliches Produkt im Angebot und musste seine Aktivitäten zwischenzeitlich wieder einstellen. Das Salesforce.com-Reporting-Angebot war „gut genug“, so dass sich Kunden nicht wirklich genötigt sahen, die Produkte von LucidEra zu kaufen.

Was sind also die wirklichen Stärken von „SAP BusinessObjects BI OnDemand“?

Neben den altbekannten Vorteilen von SaaS-Angeboten (keine Kapitalbindung, anfänglich meist geringere TCO, keine Notwendigkeit Hardware zu kaufen) ergeben sich aus IDC-Sicht folgenden Vorteile:

  • Die Leichtigkeit des Prototyping: Prototyping ist für den BI-Erfolg absolut essenziell. Es bietet Nutzern die Möglichkeit, eigenständig mit 10-MB-Daten zu experimentieren.
  • Einfachheit des Einsatzes: BI-Projekte sind aus IT-Sicht meist relativ komplex und benötigen deshalb einen großen Vorlauf. Diese Vorlaufzeit wird durch das SAP-Angebot an die Fachbereiche stark reduziert. Zwar empfiehlt IDC den IT-Abteilungen dringend, auf diese Weise keinen neuerlichen BI-Wildwuchs entstehen zu lassen und genau zu beobachten, wie sich die Projekte entwickeln. Dennoch verschafft es der IT und den Fachbereichen eine größere Freiheit beim Aufsetzen von neuen Projekten.
  • Datenintegrations-Tools: SAPs Angebot umfasst auch Datenintegrations-Werkzeuge (aus der Enterprise Information Management Business Suite). Diese sind für SaaS-BI sehr hilfreich. Das betrifft auch Data Quality Tools. Diesen Bereich unterschätzt SAP bei seinen Marketingaktivitäten, obwohl Datenqualität seit jeher für den Erfolg jedes Data-Warehouse-Projektes eine unabdingbare Voraussetzung ist.

Fazit

IDC ist der Meinung, dass SAP BusinessObjects mit seiner BI-On-Demand-Plattform erfolgreich sein wird. Das Unternehmen hat mit BI eine lange Erfahrung, gute Branchenkenntnisse, einen großen adressierbaren Markt und einen guten Namen. Nur beim Marketing sollte sich SAP besser auf seine Stärken besinnen. Kunde sollten bei künftigen Kaufentscheidungen die wirklichen Stärken des Angebotes im Hinblick auf Ihre Anforderungen genau prüfen.

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