User von privaten Geräten und Applikationen in Unternehmen werden wichtiges Thema

Nutzung privater IT in Firmen birgt Security-Risiken und Produktivitäts-Chancen

09.03.2010 | Autor / Redakteur: Dan Bieler / Katrin Hofmann

Dan Bieler, Director Consulting, European Telecommunications & Networking, IDC München

Die zunehmende Nutzung von privaten Geräten und Anwendungen im Unternehmen birgt sowohl Chancen als auch Risiken. Keine Option ist es, diese Entwicklung zu ignorieren. Eine passende Strategie ist jedoch nötig.

In den 90iger Jahren gab es bei Britain’s Best Citcome (BBC) ein Quiz mit dem Titel “The odd one out”, was so viel bedeutet wie: „was nicht passt, fällt raus“. Gäste in diesem Quiz mussten erraten, welches von vier Dingen oder Persönlichkeiten nicht logisch mit den anderen zusammenhing. Wenn man nach dieser Methode Facebook, das iPhone, Skype und Research in Motion bewerten würde, wäre die Antwort “RIM”. Obwohl die Kundenbasis bei RIM bisher hauptsächlich im Unternehmensumfeld zu finden war, puscht RIM nun agressiv in Richtung Verbraucher. Die meisten Wettbewerber gehen jedoch genau in die umgekehrte Richtung und konzentrieren sich vom Verbraucher weg hin zum Unternehmen.

Für neue Aufmerksamkeit sorgen mittlerweile die User im Unternehmen. Hat man bei Mitarbeitern früher klar zwischen privater und geschäftlicher Nutzung unterschieden, so ist es heute selbstverständlich, private Smartphones (z.B. das iPhone) auch für geschäftliche Zwecke einzusetzen oder Online Services (z.B. Wikipedia, Facebook) ebenso privat zu nutzen. Dieselbe Zielgruppe lädt Privatanwendungen über Firmennetzwerke herunter (z.B. YouTube) und kommuniziert mit Geschäftskunden über firmenexterne Chatprogramme (z.B. Skype). Der Trend nimmt umso mehr zu, je mehr junge Mitarbeiter in einem Unternehmen beschäftigt sind. IT-Verantwortliche müssen diese Entwicklung unbedingt ernst nehmen und sich entsprechend darauf einstellen.

Interessanterweise greifen die Herausforderungen und Chancen dieses Trends ineinander über wie nachstehende Beispiele verdeutlichen:

  • Sicherheit: z.B. öffnet die Verbreitung von Viren und Datendiebstahl Tür und Tor für Industriespionage oder beschädigt die Infrastruktur
  • Effizienz: z.B. billigere VoiP-Gespräche; Vermeiden von internationalen Roaming-Gebühren; niedrige Video- und Audio-Streaming-Kosten; nutzlos vergeudete Zeit – beispielsweise bei Online-Spielen
  • Produktivität: z.B. nach Informationen auf Wikipedia suchen, die beruflich benötigt werden; Einkaufen von Arbeitsutensilien über Ebay; bei Facebook nach geeigneten Geschäftspartnern surfen

Welche Tipps Dan Bieler für den Umgang mit dem Thema gibt, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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