IPv6 ist schon da – Jetzt ausprobieren!

Plusline gibt Tipps für den IPv6-Betrieb

16.04.2010 | Autor / Redakteur: Richard Gresek / Ulrike Ostler

Keiner sollte und muss auf IPv6 warten

Vor einem Jahr überschlugen sich Publikumsmedien mit Katastrophenmeldungen vom bevorstehenden Kollaps des Internet. Der Grund: Es ist absehbar, dass die etwas über 4 Milliarden IP-Adressen, die mit der aktuellen Version 4 des Internet Protokolls (IPv4) schon bald samt und sonders verteilt sein werden. Der IPv6-Adressraum hingegen bietet Abhilfe.

IPv6 arbeitet mit Adressen, die nicht mehr 32 Bit, sondern 128 Bit lang sind. Entsprechend gibt es im Adressraum von IPv6 die unfassbar große Zahl von 340 Sextillionen oder 3,4 x 1038 verschiedenen IP-Adressen. Das sind mehrere Dutzend Quadrilliarden Adressen pro Kopf der Weltbevölkerung.

Wirklich jedem Asset im Unternehmen, das einen Netzwerkanschluss hat – vom Rechner über die Stanzmaschine bis zur Sicherheitstür – eine eigene IP-Adresse zuzuweisen, ist mit IPv6 kein Problem mehr. Was IPv6 allerdings problematisch macht, ist die Tatsache, dass es nicht abwärtskompatibel ist: alte IPv4-Adressen sind im IPv6-Adressraum nutzlos, die IP-Welten v4 und v6 sind inkompatibel.

Die Frage, die sich vielen professionellen Internet-Anwendern, den Internet Service Providern und auch den großen Content-Plattformen stellt, ist natürlich: Wann mit dem Umstieg beginnen? Die einfache Antwort: jetzt. Und zwar in Form eines parallelen Betriebs von IPv4 und IPv6.

IPv6 und IPv4 im Parallelbetrieb

Ein Dual-Stack-Ansatz, also ein paralleler Betrieb von IPv4- und IPv6-Infrastruktur für die Übergangszeit, bis IPv4 endgültig abgeschaltet sein wird, ist prinzipiell kein Problem, erst recht nicht für Backbone-Betreiber. Der eigenbetriebene Backbone der Plusline AG, Internet Service Provider und Web-Hoster im B2B-Bereich mit Sitz in Frankfurt, ist zum Beispiel bereits seit Frühjahr 2008 IPv6-fähig.

Auch beim DE-CIX, dem deutschen Internet-Exchange in Frankfurt, gibt es bereits die Möglichkeit des IPv6-Routings: Wo IPv6 noch nicht verfügbar ist, können IPv6-Datenpakete einfach mithilfe eines IPv6-in-IPv4-Tunnels über IPv4-Netze geschickt werden.

weiter mit: NAT als Behelf

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Andreas Donner, Chefredakteur SearchNetworking.deSehr geehrte Leserinnen und Leser,

 

herzlich willkommen in unserem Special zum Thema "Next Generation Networking". Über Next Generation Networking, oder kurz NGN, lässt sich so manche Definition im Internet finden – alle mit großen Gemeinsamkeiten aber auch vielen kleinen Unterschieden.

 

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Selbstverständlich dürfen im Umfeld eines NGN-Specials auch der kommende IP-Standard IPv6, das Thema Gigabit-Ethernet und der Bereich MAN- & WAN-Networking, in dem zur Zeit das Thema Ethernet vs. MPLS eine starke Rolle spielt, nicht zu kurz kommen. Abgerundet werden die Inhalte unseres Specials durch den Bereich Mobile Networking, in dem es hauptsächlich um die Standards 802.11n, WiMax, UMTS & Co. geht, die mit ihren hohen Bandbreiten und Service-Merkmalen erst die Grundlage für Networking und IP-Kommunikation mit drahtlosen, mobilen Geräten schaffen.

 

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Schmökern in diesen zukunftsträchtigen Themen.

 

Andreas Donner
Chefredakteur SearchNetworking.de