5 Quintillionen IPv6-Adressen und ein Aktionsplan

„Provider spielen eine Schlüsselrolle bei der IPv6-Migration“

20.01.2010 | Redakteur: Ulrike Ostler

Christoph Meinel: „Es kommt Schwung in die IPv6-Adaption“

Die Migration vom Internet Protokoll Version 4 auf IPv6 nehme Fahrt auf, beteuert Christoph Meinel. Der Professor ist nicht nur der Institutsdirektor und Geschäftsführer des Hasso-Plattner-Instituts an der Universität Potsdam, sondern auch Vorsitzender des deutschen IPv6-Rats. Im Interview mit SearchNetworking beschreibt er den Status quo, die Hürden und Notwendigkeiten.

Bekannt sind nur eine Handvoll Unternehmen, die in größerem Stil auf IPv6 umgestellt haben. Wie ist der IPv6-Status-quo aus ihrer Sicht?

Christoph Meinel: Tatsächlich gibt es nur Einzelfälle, die auf IPv6 migriert haben. Außerdem ist die Notwendigkeit, auf das Protokoll umsteigen zu müssen, in der deutschen Öffentlichkeit kaum bekannt.

Sie meinen die Verknappung der IPv4-Adressen? Da gibt es allerdings unterschiedliche Hochrechnungen, die jedoch eins gemeinsam haben: Das Datum, ab dem keine Adressen mehr frei sein sollen, verschiebt sich von Zeit zu Zeit in die Zukunft.

Christoph Meinel: Derzeit geht die Internet Assigned Numbers Authority (IANA), eine Organisation, die die Vergabe von IP-Adressen, Top Level Domains und IP-Protokollnummern sowie die Zuordnung der Ports regelt, davon aus, dass nur noch etwa 10 Prozent der generell verfügbaren, eindeutigen Adressen zuteilbar sind.

weiter mit: Was passiert, wenn es keine Adressen mehr gibt?

Kommentar zu diesem Artikel
von: Christoph Meinel Prof. Dr. Christoph Meinel ist Institutsdirektor und Geschäftsführer...  lesen
posted am 25.01.2010 um 13:21 von Leserbrief SNET

Hehre Worte wenig Action!! Wer hat schon mal die IPv6-Adresse des Hasso-Plattner-Instituts...  lesen
posted am 20.01.2010 um 14:30 von Unregistriert


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Willkommen im Special NGN

Andreas Donner, Chefredakteur SearchNetworking.deSehr geehrte Leserinnen und Leser,

 

herzlich willkommen in unserem Special zum Thema "Next Generation Networking". Über Next Generation Networking, oder kurz NGN, lässt sich so manche Definition im Internet finden – alle mit großen Gemeinsamkeiten aber auch vielen kleinen Unterschieden.

 

An dieser Stelle hat die Redaktion von SearchNetworking deshalb alles Wissenswerte für Sie zusammengefasst, was aus unserer Sicht in den Bereich des Next Generation Networking fällt. Allem voran gehört hierzu selbstverständlich der Bereich Fixed Mobile Convergence, oder kurz FMC, der wie kaum ein anderes Thema die Verbreitung von IP-basierenden Kommunikationsdiensten repräsentiert.


Selbstverständlich dürfen im Umfeld eines NGN-Specials auch der kommende IP-Standard IPv6, das Thema Gigabit-Ethernet und der Bereich MAN- & WAN-Networking, in dem zur Zeit das Thema Ethernet vs. MPLS eine starke Rolle spielt, nicht zu kurz kommen. Abgerundet werden die Inhalte unseres Specials durch den Bereich Mobile Networking, in dem es hauptsächlich um die Standards 802.11n, WiMax, UMTS & Co. geht, die mit ihren hohen Bandbreiten und Service-Merkmalen erst die Grundlage für Networking und IP-Kommunikation mit drahtlosen, mobilen Geräten schaffen.

 

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Schmökern in diesen zukunftsträchtigen Themen.

 

Andreas Donner
Chefredakteur SearchNetworking.de