27.04.2009 | Autor / Redakteur: Thomas Höfer / Andreas Donner
Auch der Einsatz von Snapshot-Technologien trägt zur Effizienz in der Datenhaltung bei, wobei die Art des Snapshot Designs über das Ausmaß entscheidet. Werden dabei inkrementell nur die Änderungen gespeichert, erfordern Snapshot-Kopien besonders wenig Speicherplatz.
Lässt sich eine Kopie der Daten für mehrere Zwecke wie Backup, Compliance oder asynchrones Disaster Recovery einsetzen, reduziert sich der Hardware-Verbrauch weiter. In dieselbe Richtung weist auch die Technologie der Datendeduplizierung.
Durch zahlreiche Kopien von Daten unnötig belegte Speicherkapazitäten werden damit wieder nutzbar. Vorhandene Storage-Systeme werden effizienter verwendet und es müssen weniger Kapazitäten vorgehalten werden. Damit lässt sich eine einfache Gleichung aufmachen: weniger Kapazitäten und Systeme = weniger Stromverbrauch.
Test und Entwicklung machen zahlreiche Kopien von Daten-Volumes notwendig. Oft bedeutet dies eine zusätzliche Belastung für die Storage-Infrastruktur. Mit Technologien wie FlexClone lassen sich mehrere Klone eines Datensets erzeugen, die zunächst völlig ohne Speicherplatz auskommen.
Erst Änderungen am Klon ziehen einen Speichervorgang nach sich, der aber nur die Daten betrifft, die jetzt vom übergeordneten Volume abweichen. Auf diese Weise können zahlreiche individuelle, schreibbare Datenkopien zu einem Bruchteil des üblichen Speicherplatzes zugewiesen werden.
Die Energieeffizienz der Speichersysteme sollte regelmäßig gemessen werden. Die gängigste Methode misst die Watt pro Terabyte, was aber leider nicht die Effizienz der Systemnutzung widerspiegelt. Die bessere Methode ist, den Energieverbrauch nach Watt pro nutzbarem Terabyte zu messen. Die Formel lautet: Wattverbrauch eines Systems geteilt durch die Gesamtkapazität in Terabyte mal Systemauslastung. Der Prozentsatz an nutzbaren Disks bildet dabei maximale Systemauslastung ab.
Entscheidungsträger, die diese acht Punkte beachten, können den Stromverbrauch der Storage-Systeme im Datacenter deutlich effizienter gestalten und dennoch künftigen Business-Anforderungen und Wachstumsstrategien gerecht werden.
Die IT-Industrie arbeitet zudem an Technologien, die die Energieeffizienz weiter verbessern. SATA-Laufwerke mit höheren Kapazitäten und die Verwendung effizienter Netzteile gehören ebenso dazu wie In-line Hardware-Datenkomprimierung, Deduplizierung und Flash Memorys.
Eines ist sicher: Die allein seligmachende Lösung wird es auch in Zukunft nicht geben. Stattdessen wird ein ganzes Paket an Möglichkeiten und Maßnahmen bereit stehen, die jede für sich zur Reduzierung des Stromverbrauchs beiträgt. Im Grunde gute Nachrichten für Anwender.
Thomas Höfer ist Marketing Director Germany bei NetApp
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