02.03.2009 | Redakteur: Ulrike Ostler

Die vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS entwickelte WLAN-Lokalisierung stellt allgemeine Ortsinformationen in Abhängigkeit vom Lokalisierungspunkt dar. Mit IT2media wird die Lösung nun vermarktet. Demnächst lassen sich damit die nächstgelegenden Geschäfte, Cafés, Restaurants, Banken und Krankenhäuser auskundschaften und direkt anrufen.
Die WLAN-Lokalisierung läuft bereits seit einem Jahr in Nürnberg. Nun startet das Fraunhofer IIS gemeinsam mit IT2media, einem Tochterunternehmen des Nürnberger Telefonbuchverlags Hans Müller, die Vermarktung von Applikationen für jedermann. So kann in absehbarer Zukunft jeder, der über ein WLAN-fähiges Smartphone oder einen PDA verfügt, die WLAN-Lokalisierungsangebote nutzen. Ab April soll bereits eine ganze Palette von Applikationen zum Download bereit stehen.
Laut IT2media-Geschäftsführer Gerhard Baier sei das aber erst ein Anfang: „Weitere Anwendungen werden in Kürze folgen. Wer beim Einkaufsbummel schon mal die Orientierung verloren hat, wird sich über die neue Navigationstechnik für Fußgänger freuen.“
Man zücke sein Handy und das sage einem, wo man sich gerade befinde und wie man an den gewünschten Ort gelange oder sein Lieblingslokal wiederfinde. Man könne auch gleich ein Taxi an diesen Standort rufen, sich über die nächstgelegenen Sehenswürdigkeiten informieren oder nachsehen, wann und wo die nächste U-Bahn fahre.“
Wem das bekannt vorkommt, der muss sich mit den Unterschieden der WLAN-Lokalisierung des Fraunhofer IIS, das mit der Entwicklung der Audio-Codierverfahrens MP3 und MPEG 4 AAC weltweit bekannt wurde, zu anderen Lokalisierungslösungen auseinandersetzen. Schließlich lässt sich mit vielen Mobiltelefonen schon heute navigieren.
Derzeit wird die Testumgebung zur WLAN-Lokalisierung auf Großstädte wie München und Berlin vergrößert. Doch schon bald sollen weitere Städte folgen – auch außerhalb von Deutschland.
Das offene Konsortium der Testumgebung WLAN-Lokalisierung ermöglicht Partnern und Anwendern, frühzeitig an der Technologieentwicklung mitzuwirken. Damit diese neuen Funktionen auch ohne Spezialwissen in weitere Applikationen integriert werden können, stellt das Fraunhofer IIS zusammen mit seinen Partnern entsprechende Software- Bibliotheken, Funktionen und auch Entwicklungsunterstützung für die unterschiedlichen mobilen Endgeräte zur Verfügung.
Wer sich auf der CeBIT die Lokalisierungstechnik zeigen lassen will, ist in Halle Halle 12, Stand 12-110 und Halle 9, Stand B36 richtig. Wer die CeBIT nicht besucht, kann sich auf der „Awiloc-Seite“ schlau machen.
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