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Wegen Cloud UC ändern sich die Rollen der IT-Mitarbeiter

Die Migration von Unified Communications in die Cloud führt nicht automatisch zu Stellenabbau. Das Gegenteil ist der Fall. Die Aufgaben der IT-Mitarbeiter ändern sich allerdings.

UC (Unified Communications) verlagert sich immer weiter in Richtung Cloud. Aktuelle Umfragen von Nemertes Research zeigen, dass 44 Prozent aller Unternehmen nun Cloud-basierte Telefonie einsetzen. Ende 2018 sind es voraussichtlich sogar 56 Prozent. Bei anderen UC-Optionen wie Messaging und Videokonferenzen gibt es ähnliche Trends.

Die Verlagerung in die Cloud wirkt sich signifikant auf die Organisation und die Planung in Sachen IT-Mitarbeiter aus. Interessant ist, dass die Verlagerung in die Cloud bei den Unternehmen zu mehr IT-Mitarbeitern führt und nicht zu weniger. Das geht aus den Daten von Nemertes hervor.

Bei einigen Firmen ist es ein temporäres Phänomen. Sie stellen zusätzliche Mitarbeiter ein, um den Umstieg in die Cloud unterstützen zu können. Die Unternehmen müssen natürlich gleichzeitig die alte Infrastruktur am Laufen halten. Bei vielen Firmen werden den neuen Mitarbeitern aber Rollen zugewiesen, die sich um das Business drehen. Damit sind die Beziehungen zu Anbietern, Einsatz und Schulungen gemeint.

Ziehen Unternehmen Services in die Cloud um, dann beschäftigen Sie weniger Vollzeitmitarbeiter für die Bereiche Betrieb und technischer Support. Dieser Abbau wurde in der Regel durch neue Mitarbeiter mehr als ausgeglichen. Allerdings sind sie eben mit anderen Bereichen betraut. Damit sind Management der Beziehungen zu den Anbietern, Nutzersensibilisierung, Anpassungen und Geschäftsbetreuung gemeint. Unterm Strich hat das zu sechs Prozent mehr Mitarbeitern geführt.

Am meisten sind die Bereiche Nutzersensibilisierung und Anpassungen gewachsen. Das liegt daran, dass Unternehmen oftmals neue Funktionen einführen, wenn sie in die UC in die Cloud migrieren. Die Erfolgsmetriken von Firmen verschieben sich von Uptime und Performance in Richtung Anpassung und Geschäftswert. Das ist das Ergebnis der Investition. Nur ein Viertel der von Nemertes befragten Unternehmen haben die On-Premises-Anwendungen in die Cloud migriert und keine neuen Funktionen eingeführt.

Die Geschäftsführer betrachten die IT-Mitarbeiter immer weniger als einen Kostenpunkt, sondern sehen Sie als Mittel zum Erreichen von Geschäftszielen. Die IT-Mitarbeiter müssen sicherstellen, dass Sie die Einführung neuer Leistungsmerkmale umsetzen und vorantreiben. So machen sie sich für das Business wertvoll und werden nicht einfach nach den Anrufen beim Helpdesk bewertet.

Prüfen Sie nach, wie sich die Kosten ändern

Ein weiterer Bereich, der die Kosten in die Höhe treibt, ist das Neudesign des WANs für die Cloud. Die meisten Unternehmensnetzwerke basieren immer noch auf MPLS. Sie sind dafür entwickelt, Standorte und interne Data Center miteinander zu verbinden. Je mehr Anwendungen in die Cloud verlagert werden, desto mehr setzen die IT-Mitarbeiter auf Technologien wie SD-WAN (Software-defined WAN), Direct Cloud Connect und Cloud Exchanges. Diese Technologien optimieren die Performance von Cloud-basierten Anwendungen.

Wenn Sie auf SD-WAN setzen, dann sinken meist die Kosten für MPLS. Verwenden Sie aber direkte Cloud-Connect-Dienste, dann bedeutet das zusätzliche Kosten und belastet natürlich das Netzwerkbudget auf andere Weise. Die Umfrage von Nemertes hat ergeben, dass 37 Prozent der Unternehmen, die sich in Richtung Cloud orientieren, mehr Geld für Security-Audits ausgeben. Damit wollen Sie sicherstellen, dass die Verbindungen zu den Cloud-Services keine neuen Angriffsflächen bilden.

Erwägen Unternehmen einen Umzug der Kommunikation in die Cloud oder sind schon dabei, sollten sie einen genauen Blick auf die Kosten werfen. Gehen Sie nicht einfach davon aus, dass eine Migration auch gleichzeitig eine Ersparnis bedeutet. Planen Sie damit, weniger Geld für den Betrieb der Anwendungen, Systeme und Server ausgeben zu müssen. Planen Sie aber auch mit erhöhten Ausgaben für das Management der Cloud-Provider, Mitarbeiterschulungen und Geschäftsfelder, die sich mit dem Angleichen der Anwendungen für die Business-Ansprüche beschäftigen.

Entwickeln Sie Methoden, damit Sie Verbesserungen für das Business durch die neuen Collaboration-Funktionen entsprechend messen können. Rechnen Sie auch mit zusätzlichen Investitionen für Netzwerkdienste und Security-Services. Damit stellen Sie sicher, dass die Performance und Verfügbarkeit der Cloud-UC-Anwendungen optimal und gleichzeitig das Risiko minimiert ist.

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Artikel wurde zuletzt im September 2017 aktualisiert

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