Unified Communications: Die Top 5 UC-Technologietrends 2016

Zu den Trends bei UC-Technologie im Jahre 2016 gehören Konsolidierung bei den Anwendern, API-Annahme und Videokonferenzen in kleinen Räumen.

Zu Jahresbeginn lohnt es sich, einen Blick auf die Zukunft von Unified Communications (UC) und auf Prognosen aus...

der Vergangenheit zu werfen. Sehe ich mir meine letzten Vorhersagen an, dann habe ich drei Mal ins Schwarze getroffen und bei zwei davon lag ich falsch.

Hier lag ich richtig: WebRTC wurde zum generellen Trend und fast alle UC-Systeme und Video-Anbieter unterstützen es.  Allerdings bleibt die Allgegenwärtigkeit des Browsers mehr ein Traum als Realität. Eine Studie von Nemertes Research ergab, dass Cloud-Video definitiv angekommen ist. Mehr als 44 Prozent der Befragten nutzen Videokonferenzen via Cloud bereits oder planen das in Zukunft zu tun. Auch mobiles Messaging wie zum Beispiel Team-Chats und Kollaboration oder Workstream Communications haben ebenfalls Einzug in UC-Technologie gehalten.

Hier lag ich falsch: Das Public Switched Telephone Network (PSTN, das öffentliche Telefonnetzwerk) ist noch nicht tot, hängt aber am Tropf. Ebenso haben Datenbeschränkungen noch keine Auswirkungen auf die mobile Strategie von Unternehmen. Sie sollten diesen Punkt aber weiterhin auf dem Radar haben.

Im Endeffekt habe ich zu 60 Prozent Recht behalten, was nicht überragend, aber auch nicht so schlecht ist. 2015 ist nun abgehakt. Deswegen können wir einen Blick auf die Zukunft von UC-Technologie werfen und einige Prognosen für 2016 wagen.

1. UC as a Platform

An dieser Stelle tut man sich mit einer Prognose leicht, da UC as a Platform bereits in vollem Gange ist. Unternehmen verwenden die Cloud-APIs der Provider. Damit spendieren Sie ihren Apps Kommunikationsfunktionen.

Bisher haben wir noch nicht gesehen, dass die UC-APIs großflächig in Unternehmen eingesetzt werden. Ich glaube aber, dass sich das ändern wird. Viele Anbieter von UC stellen diese Schnittstellen bereit. Entwickler von Anwendungen sind sich dessen immer mehr bewusst und schätzen diese Leistungsmerkmale entsprechend.

Zirka zehn Prozent der Firmen entwickeln bereits maßgeschneiderte UC-Anwendungen. Mehr als 25 Prozent integrieren UC-Technologie in ihre existierenden Apps. Das geht aus der Studie von Nemertes Research hervor. Representational State Transfer (REST) ist nun ein Begriff, mit dem sich führende UC-Anbieter auseinandersetzen müssen.

2. Den Arbeitsplatz für die Kollaboration neu erfinden

Bekäme ich einen Cent für jedes Mal, wenn UC-Anbieter über die Einführung kleiner Meeting-Räume mit umfassenden Kollaborationsfunktionen reden, dann hätte ich ein kleines Vermögen. Allerdings ist es nicht nur leeres Geschwätz.

UC-Anbieter wie zum Beispiel Cisco, Highfive, Polycom und Tely stellen Services zur Verfügung, mit denen man sehr einfach Videokonferenzen realisieren kann. Weiterhin ist das Teilen von Inhalten möglich und das Projizieren des Bildschirms. Mit der Plattform Centro schlägt Polycom sogar ein komplett neues Design des Raumes selbst vor.

Die Kosten für Video, Teilen des Bildschirms und Projektion in kleinen Räumen und an Arbeitsplätzen sind sehr günstig.  Ich glaube, dass sich Kunden diese Chance nicht entgehen lassen werden und an dieser Stelle die Anwenderzahl wachsen wird.

3. Team-Apps gewinnen weiter an Fahrt

Im letzten Jahr sagten wir voraus, dass diese Apps in die Welt von UC Einzug halten. Ich glaube, dass sich die Mehrzahl der Wissensarbeiter in diese Richtung bewegt und diese Team-Apps als Standard für Kollaboration verwenden werden.

Der Messaging Service Slack hat kürzlich erst von zwei Millionen aktiven Anwendern täglich gesprochen. Cisco wird darauf drängen, Spark an die Kunden auszuliefern. Ich sage voraus, dass bis Ende 2016 mindestens 50 Prozent der Firmen entweder so eine App verwenden oder einen Einsatz planen.

4. Kollaboration geht über den Wissensarbeiter hinaus

Dieser Punkt kommt Huckepack zu meiner ersten Voraussage. Unternehmen, Anbieter und Service-Provider werden auf APIs setzen, um Mitarbeitern Anwendungen zur Kollaboration zur Verfügung zu stellen. Außendienstmitarbeiter mit Tablets müssen nicht länger verschiedene Apps einsetzen, um mit einem Kunden oder einem Kollegen zu kommunizieren.

In vielen Firmen machen die Arbeiter – verglichen mit den Wissensmitarbeitern – den größeren Prozentsatz der Belegschaft aus. Nutzt man die entsprechenden Schnittstellen, lässt sich die Produktivität dieser Arbeiter möglicherweise sehr verbessern. Das ist eine echte Chance.

5. Weitere Konsolidierung bei der UC-Technologie

Ich hatte für das Jahr 2015 eine Prognose übersehen, die mich weiterhin beschäftigt. Das ist die Konsolidierung auf dem UC-Markt, wie man sie mit der Akquise von Acano, Esna, Talko, Tropo, Unify, Glip, Fuze und so weiter sieht.

Dieser Trend wird im Jahre 2016 anhalten. Es wird weitere Einkäufe und Zusammenschlüsse geben, da die UC-Anbieter ihre Angebote erweitern und sich so gut wie möglich auf dem Markt positionieren wollen. Man will sich von der Konkurrenz abheben.

Zu den begehrten Zielen auf der Einkaufsliste zählen wahrscheinlich Messaging-Anbieter wie zum Beispiel Cotap, Redbooth und Slack. Zu weiteren möglichen Zielen gehören Pexip, Blue Jeans, Lifesize, Zoom, join.me, Polycom und so weiter.

Über den Autor:
Irwin Lazar ist Vizepräsident und Service Director bei Nemertes Research, wo er Forschungsprojekte leitet, Kostenmodelle entwickelt, strategische Konferenzen leitet und Kunden berät. Irwin ist für den Leistungsvergleich bei der Einführung und Nutzung neu aufkommender Enterprise-Technologien wie zum Beispiel VoIP, Unified Communications, Videokonferenzen, Social Computing, Kollaborationen und fortgeschrittene Netzwerkservices zuständig.

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Artikel wurde zuletzt im Januar 2016 aktualisiert

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