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Überblick: Was moderne Client-Management-Tools leisten

IT-Administratoren können mit den heutigen Client-Management-Tools mehrere Gerätetypen über eine einzige Konsole verwalten und warten.

Client-Management-Tools bieten Funktionen für das Bereitstellen von Betriebssystemen und Anwendungen, die Inventarisierung von Geräten, Compliance, Sicherheits-Management und das richtlinienbasierte Konfigurations-Management für PCs und mobile Geräte.

Die meisten Produkte sind als Appliances oder als Software as a Service (SaaS) aus der Cloud erhältlich. Einige Angebote stellen eine Hybrid-Lösung aus beiden Varianten dar; sie sind softwarebasiert, werden von einem zentralen Server aus betrieben und arbeiten mit Agenten auf jedem Client. Da immer mehr Unternehmen auf eine sichere Cloud setzen und von der Flexibilität und Skalierbarkeit von SaaS profitieren wollen, geht auch beim Client-Management der Trend in Richtung SaaS-basierte Tools.

Da auf den Desktop-PCs in Unternehmen nach wie vor das Microsoft-Betriebssystem Windows dominiert, unterstützen natürlich alle gängigen Management-Produkte Windows-Geräte sowie teilweise Apples Mac OS X. Im Bereich Mobile Device Management (MDM) sind die Tools vor allem auf die Verwaltung von Smartphones und Tablets mit den Betriebssystemen Google Android, Apple iOS und auch Windows ausgelegt. Kaum zu finden sind umfassende Client-Management-Tools, die auch die weniger gängigen mobilen Betriebssysteme wie Blackberry und Symbian unterstützen.

Mittlerweile besitzen alle Client-Management-Tools eine zentrale Konsole, über die Administratoren sowohl PCs als auch mobile Geräte verwalten können. Diese Konsole bietet typischerweise ein anpassbares Dashboard mit vielen verschiedenen Übersichten zum Status der Systeme, Diagrammen und Grafiken sowie einen einfachen Zugang zu Management-Maßnahmen. Über die Konsole lassen sich folgende Kernfunktionen verwalten:

Bereitstellung von Betriebssystem und Anwendungen: Diese Funktion vereinfacht das Verteilen von vorkonfigurierten Betriebssystemen auf mehrere Clients über das Netzwerk erheblich. Auch Anwendungen lassen sich schnell auf diese Weise bereitstellen. Mit Hilfe entsprechender Tools können Administratoren zudem Apps von App-Stores wie Google Play und Apple sowie im eigenen Unternehmen entwickelte Anwendungen auf mobile Geräte verteilen. Mit Hilfe von Richtlinien erhält das IT-Personal noch mehr Kontrolle über die eingesetzte Software; die Richtlinien verhindern beispielsweise, dass die Nutzer Anwendungen deinstallieren oder an anderer Stelle sichern.

Asset Management: Diese Funktion erkennt, identifiziert und inventarisiert Clients, die mit dem Netzwerk verbunden sind. Dazu gehören Informationen wie der Hardwaretyp, das Betriebssystem, der verfügbare Speicher, die installierten Anwendungen, der Sicherheitsstatus der Geräte und so weiter.

Patch Management: Für die Sicherheit in Unternehmen ist es entscheidend, dass sich Betriebssystem und Anwendungen immer auf dem neuesten Stand befinden. Über die Client-Management-Tools können Administratoren die Installation von Patches und Sicherheitsupdates auf die Clients automatisieren und diese Updates in einer Datenbank dokumentieren.

Sicherheits-Management: Um die große Herausforderung Sicherheit zu meistern, setzen Client-Management-Tools auf richtlinienbasierte Sicherheit. Damit lassen sich Aktionen von Benutzern wie Kopieren und Übertragen von Dateien auf andere Speicherorte, die Nutzung von PINs auf mobilen Geräten und eine Vielzahl von anderen Einstellungen einschränken. Sicherheits-Management umfasst auch den Schutz vor Malware, Anti-Phishing, das Filtern von Inhalten über das Screening oder die Blockade von URLs sowie die Definition von grundlegenden Sicherheitszielen (Security Baseline), mit deren Hilfe sich der Sicherheitsstatus von Clients im Laufe der Zeit vergleichen lässt. Manche Tools ersetzen auch beschädigte oder infizierte Dateien mit korrekten Versionen aus einem sicheren Datei-Repository.

Compliance und Management auf Basis von Sicherheitsrichtlinien: Über diese Funktion können Administratoren Best Practices bei der Client-Konfiguration umsetzen, indem sie Kontorichtlinien, rollen- oder gerätebasierte Richtlinien oder Richtlinien für Anwendungen zentral verwalten. Richtlinienbasiertes Management vereinfacht zudem den Audit-Prozess im Rahmen der Compliance-Prüfung, da es eine Übersicht der getroffenen Maßnahmen bereitstellt.

Virtualisierung: Die Integration mit Virtualisierungs-Software bildet ein weiteres wichtiges Merkmal entsprechender Werkzeuge. Da viele mittelständische und große Unternehmen in ihrer IT-Umgebung auf eine virtuelle Desktop-Infrastruktur setzen, unterstützen einige Client-Management-Tools die Bereitstellung und das Management von virtuellen Desktops.

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Artikel wurde zuletzt im September 2016 aktualisiert

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