Neue Zugriffsmöglichkeiten auf das WAN verbessern Verfügbarkeit und Performance

Das Problem mit der letzten Meile beim WAN hat sich in eine Chance für die erste Meile gewandelt. Verfügbarkeit und Performance profitieren davon.

Das traditionelle Problem der letzten Meile, um Unternehmen mit dem Netzwerk eines Providers zu verbinden, hat...

sich immer darum gedreht, wie sich neue Standorte an ein Wide Area Network (WAN) anbinden lassen. Firmen können aber nun beginnen, über die Vorteile der ersten Meile für die WAN-Anbindung nachzudenken.

Das Problem mit der letzten Meile hat sich in der Regel so bemerkbar gemacht: Der für das WAN favorisierte Provider betreibt keine Verbindungen in der Nähe aller ihrer Standorte. Einfach ein Kabel zu verlegen, ist nicht möglich. Entweder Sie oder der Provider müssen einen Graben ausheben oder anderweitig einen Pfad auftun, um Ihr Unternehmen mit der entsprechenden Verbindung zu versorgen. Die andere Option ist, dass entweder Sie oder der Provider einen Vertrag mit einem anderen Provider abschließen, dessen Netzwerk sich in der Nähe befindet. Hat Ihr Provider einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen, dann ist dieses Arrangement im Wesentlichen ein gemanagtes Netzwerk, bei dem ein Betreiber in Ihrem Auftrag die Verbindung beantragt. Hat sich das Unternehmen darum gekümmert, dann wird es zu einem mobilen Netzwerkbetreiber, das sich mit den verschiedenen Providern auseinandersetzen muss. Keine der beiden Optionen ist optimal.

Heutzutage ist das Zugriffsproblem hinsichtlich der letzten Meile aus verschiedenen Gründen ein kleineres Problem.

Setzen Sie ein herkömmliches WAN ein und versuchen einen einzelnen Provider für die Netzwerkservices zu nutzen, gibt es neue Möglichkeiten für die Verbindung über die letzte Meile. Dazu gehören 4G, LTE und Wi-Fi, sowie direkte optische Übertragungen. Immer häufiger werden die Verbindungen mit der letzten oder ersten Meile über Mobilfunk gelöst und nicht über MPLS-Verbindungen (Multiprotocol Label Switching). Aus diesem Grund ist das Verlegen neuer Kabel immer seltener notwendig. Kabel-Provider bieten Ihre Services regional an und betreiben Anlagen in nahezu allen kommerziellen Bereichen der Großstädte.

SD-WAN und hybride Optionen verändern die Gleichung beim WAN-Zugriff

Mit den aufkommenden Modellen Software-defined WAN und hybrides WAN krempeln Sie das Zugriffsproblem im Zusammenhang mit dem Netzwerk um. Sie müssen sich nicht mehr mit dem Problem plagen, wie sich die letzte Meile am besten bedienen lässt. Stattdessen evaluieren Sie, wer Ihnen den besten Service für die erste Meile bietet, um Sie mit dem Internet zu verbinden. Das wiederum nutzen Sie als Ihr WAN Backbone.

Mit dem Ansatz SD-WAN können Sie nicht nur die Methoden der Verbindungen in Betracht ziehen, die Ihr favorisierter WAN-Provider unterstützt, sondern auch alle Optionen für den jeweiligen Standort. Dazu gehören Satellit, drahtloses LTE, Wi-Fi, Kabel, DSL und so weiter.

Die Herangehensweise mit hybridem WAN vereinfacht es, die Verbindungen verschiedener Provider zu vereinen, die unterschiedliche Medien verwenden. Das können Kabel plus LTE plus DSL sein oder welche Mischung für Sie am meisten Sinn ergibt. Mehrere Verbindungen von unterschiedlichen Providern und der Einsatz verschiedener Medien erhöht die Ausfallsicherheit des Netzwerks. Der Bagger, der ein DSL-Kabel durchtrennt, ist im Normalfall nicht einmal in der Nähe der Verbindungsmethode eines Kabel-Providers und umgekehrt. Der Bruch eines solchen Kabels kann einer 4G-Verbindung nichts anhaben. Backbone-Probleme beim einen Provider haben keinen Einfluss auf die anderen. Je mehr unterschiedliche Pfade Sie hinzufügen, desto höher ist die Verfügbarkeit für die Kommunikation.

Auch die Performance des Netzwerks kann sich mit jeder zusätzlichen Verbindung steigern. Das ist dann der Fall, wenn der SD-WAN-Service Verbindungen vereint und eine gebündelte Bandbreite zur Verfügung stellt. Die Wahl beim Pfad eröffnet robuste SD-WAN-Möglichkeiten. Dazu gehört die besten Route für den Traffic einer Session oder sogar, wie jedes einzelne Paket am besten geroutet wird. Das jeweilige Verhalten ist immer abhängig von Provider und Pfad. Einige SD-WAN Services nutzen sogar die Vorteile von verschiedenen Pfaden und schicken die Pakete durch mehrere, um eine Auslieferung zu garantieren. Weiterhin profitiert das empfangende Ende immer von der geringsten Latenz für das jeweilige Paket. Die Vielfältigkeit des Internets und dessen mittlere Meile ist ein Vorteil, der sich auf die hier beschriebene Weise nutzen lässt.

Die Wahl der ersten Meile eröffnet auch die Möglichkeiten, Cloud-WAN oder Netzwerk-as-a-Service-Angebote zu nutzen. Verwenden Sie einfach, welche Option oder Optionen für eine Verbindung mit dem Internet am besten geeignet sind. Unternehmen bekommen eine Verbindung zum nächsten Präsenzpunkt des WAN-Providers. In Bezug auf die Latenz ist das der kürzeste Hop. Von dort springt der Traffic zum öffentlichen Internet und zu den privaten Backbones. Wie bei einem herkömmlichen Provider wird auch bei diesem Szenario versucht, die gleichen Vorzüge anzubieten. Wir sprechen hier von Performance und geschichteten Services. Die Optionen für die erste Meile sind für das Unternehmen allerdings nicht eingeschränkt.

Angeregt durch den derzeitigen Hype um SD-WAN haben viele Unternehmen begonnen, die Zugriffsdesigns für das WAN neu zu evaluieren. Können sich Firmen von den alten Denkweisen trennen, dann ist damit allen geholfen. Die Unternehmen sollten die erste Meile als Chance sehen und nicht als ein Problem mit der letzten Meile.

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Artikel wurde zuletzt im März 2016 aktualisiert

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