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Lösungen für Endpoint Management im Überblick

Software für Endpoint Management erlaubt die Verwaltung unterschiedlicher Endgeräte über eine einheitliche Konsole. Wir stellen fünf Tools vor.

In der Vergangenheit mussten IT-Administratoren PCs und mobile Geräte getrennt mit verschiedenen Tools verwalten. Heutige Software für Endpoint Management erlaubt die Verwaltung unterschiedlichster Systeme über eine einheitliche Konsole mit zentralen Funktionen für das Management von Betriebssystemen, die Bereitstellung von Anwendungen, Inventarisierung oder Security-Management.

Der Markt für Endpoint-Management-Software, die sowohl Computer als auch mobile Geräte ausreichend unterstützt, wächst. Zudem erweitern die Hersteller ihre Anwendungen stetig um weitere Funktionen. Es gibt kein Client-Management-Tool, das alle Anforderungen komplett erfüllt (One size fits all). Unternehmen haben aber die Auswahl zwischen mehreren Angeboten von Herstellern wie Microsoft, IBM, LANDesk, Dell oder Symantec.

  • Microsoft bietet mit dem Microsoft System Center Configuration Manager (SCCM) ein Tool für automatisiertes Änderungs- und Konfigurations-Management in großen vernetzten Umgebungen an. Microsoft Intune gibt es als eigenständiges Produkt, als Cloud-basierte Erweiterung von SCCM oder auch als Teil von Office 365. Intune konzentriert sich auf Mobile Device Management (MDM), Application Management und PC-Management. Die Software unterstützt Windows 8.1 und 10, Mac OS X, Android, Apple iOS und Windows Mobile. Über Windows Intune können Administratoren beispielsweise Apps bereitstellen, Software-Updates aufspielen oder Sicherheitssoftware konfigurieren.
  • IBM BigFix – vormals IBM Endpoint Manager – ist ein hoch skalierbares Produkt für Unternehmen. Es unterstützt plattformübergreifend Windows, Mac OS X, Smartphones und Tablets. BigFix kombiniert Endpunkt-Sicherheit mit Endpunkt-Management und ist bekannt für seine zuverlässigen Funktionen bei Inventarisierung und Patch-Management. Weitere Features sind Configuration Management, Softwareverteilung, Software-Compliance, Power Management und die Kontrolle der Nutzung.
  • Die LANDesk Management Suite (LDMS) richtet sich an mittlere und große Unternehmen und unterstützt als umfassendes Endpoint-Management-Tool Windows, Mac OS X und Mobile Device Management. Seit der Akquisition von Wave im Jahr 2012 und Shavlik im Jahr 2013 bietet LDMS MDM und Patch-Management, unterstützt virtuelle Desktops und überwacht die Softwarenutzung.
  • Dell KACE richtet sich eher an kleine und mittlere Unternehmen. Das Tool bietet integriertes PC- und Mobile Device Management mit den wichtigsten Kernfunktionen, die Unternehmen benötigen. Dell KACE unterstützt alle mit dem Netzwerk verbundenen Geräte inklusive Chromebooks sowie Software-Lizenz-Management. Die Management-Lösung steht als Appliance oder Software as a Service (SaaS) aus der Cloud zur Verfügung.
  • Die Client Management Suite von Symantec bietet umfassende Funktionen für das Endpoint Management mit vielen unterstützten Systemen bis zurück zu Windows XP Service Pack 3, Mac OS X und Linux. Unternehmen, die mobile Endgeräte mit Android und iOS verwalten wollen, müssen aber den Cloud-Service Unified Endpoint Protection hinzubuchen, der in die Client Management Suite integriert werden kann.

Da sich die beschriebenen Anwendungen für Endpoint Management in ihrem Funktionsumfang zum Teil erheblich unterscheiden, sollten Administratoren bei der Evaluierung eine detaillierte Matrix aufstellen, die umfangreiche Informationen für jedes Produkt auflistet. So kann es sein, dass ein Tool zwar umfangreiche Management-Funktionen für Windows oder Mac OS bietet, jedoch beim Patch-Management nur Windows-Clients unterstützt.

Über die Matrix erkennen Administratoren auch Funktionen, die aktuell einen fakultativen Mehrwert bieten, die aber in naher Zukunft für den IT-Betrieb entscheidend sein können. Ein wichtiger Aspekt ist zudem die Integration mit der bestehenden Infrastruktur, da in vielen Fällen das IT-Budget zu niedrig ist, um die bestehenden Technologien komplett zu ersetzen.

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Artikel wurde zuletzt im August 2016 aktualisiert

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