Ist die Netzwerk-Infrastruktur die Achillesferse des Cloud Computings?

Das Netzwerk ist ein komplexer Teil des Data Centers und oft ein Stolperstein für IT Profis, obwohl es entscheidend für den Erfolg der Cloud ist.

Unabhängig davon, ob Sie sich für Software as a Service (SaaS), Platform as a Service (PaaS) oder Infrastructure...

as a Service (IaaS) entscheiden, eines ist unvermeidbar: Sie benötigen ein verlässliches Netzwerk, um sich mit der Cloud zu verbinden. Das Netzwerk kann schnell zum Stolperstein werden, da die Cloud die Bedeutung des Netzwerks und die der zugehörigen Hardware und Software dramatisch steigert.

Die wirkliche Achillesferse des Cloud Computings entsteht, wenn die IT die wachsenden Anforderungen nicht schon in die Planung einbezieht und dann mit Problemen nach der Migration rechnen muss.

Der Erfolg einer Public-Cloud-Einführung hängt entscheidend von der Netzwerk-Infrastruktur ab, und es ist daher keine Überraschung, dass sich die verantwortlichen IT-Manager hierüber Gedanken machen. Wie viel Bandbreite wird benötigt? Wird das Netzwerk so verlässlich sein wie geplant? Welche Art von Netzwerkanbindung wird für die nächsten fünf Jahre benötigt? Dies sind nur einige der Fragen, die ein Unternehmen typischerweise beantworten muss, wenn es Teile seiner IT in die Cloud verlagern will, insbesondere dann, wenn es um Infrastructure as a Service (IaaS) und Platform as a Service (PaaS) geht.

Wie viel Netzwerkkapazität wird benötigt?

Eine der wichtigsten Herausforderungen ist, wie Sie aktuell – und zukünftig – ausreichend Netzwerkkapazität für die unterschiedlichen Verbindungen zur Cloud bereitstellen können.

Als erstes sollten Sie sicherstellen, dass der Provider Ihrer Public Cloud in der Lage ist, die benötigte Bandbreite zur Verfügung zu stellen. Kann er Ihnen kurzfristig zusätzliche Kapazitäten bereitstellen, um dem wachsenden Bedarf und Ihren speziellen Bedürfnissen gerecht zu werden? Anders ausgedrückt: Stellen Sie sicher, dass Ihr Cloud-Anbieter über ein Data Center verfügt, das auch zukünftig der benötigten Netzwerkkapazität gerecht wird.

So versucht beispielsweise Amazon permanent, die Zugriffskapazität auf seine Infrastruktur zu verbessern, indem es selbst Glasfaser-Verbindungen verlegt und eigene Internet Exchange Points aufbaut, da die bestehenden Carrier zu langsam reagieren. Kleine Cloud Provider kämpfen unter Umständen mit Service-Laufzeiten und Cashflow-Problemen, die zu Problemen führen können, sobald die Netzwerk-Infrastruktur ausgebaut werden muss – was sich dann letztlich auf ihren Service auswirkt.

Wenn Sie also einen Cloud Anbieter in die engere Wahl ziehen, sollten Sie sich den Zugang zu einem großen Internet Exchange Point (IXP) garantieren lassen, um eine geringe Latenz sicherstellen zu können. Ein IXP ist ein Knotenpunkt für eine große Anzahl von Internet Backbone Routern und ihrer Carrier. Die Nähe zu einem IXP reduziert die effektive Entfernung über das Internet und verbessert so die Performance.

Sobald Sie sichergestellt haben, dass ihr Cloud-Provider über ein ausreichend leistungsstarkes und auf Wachstum vorbereitetes Netzwerk verfügt, sollten Sie sich darum kümmern, wie viel Bandbreite Sie für die Verbindung ihres eigenen Data Centers zum Internet benötigen. Hat Ihre derzeitige Anbindung genug Kapazität, um schnellen und reibungslosen Zugriff auf die Cloud zu gewährleisten?

Die Verlagerung von Diensten in die Cloud führt zu einer stark veränderten Nutzung des Internet Gateways und erfordert üblicherweise eine höhere Bandbreite des Zugangs, Upgrades bei Firewalls und Routern sowie verbesserte Monitoring- und Compliance-Tools.

Und vergessen Sie keinesfalls, eine redundante Internetverbindung in Betracht zu ziehen. Sobald immer mehr Dienste vom Internetzugriff abhängig sind, werden Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit zu einem wichtigen Faktor. Planen Sie ruhig drei oder mehr Internetverbindungen über unterschiedliche Anbieter ein, damit der Ausfall eines Zugangs keinen zu kritischen Effekt auf ihr Netzwerk hat.

Genauso wichtig ist es, Ihre interne WAN-Bandbreite zu berücksichtigen. Die Verlagerung einer Anwendung in die Cloud führt insbesondere dann nicht zu einer reduzierten Last (oder zu geringeren Kosten) im Unternehmens-WAN, wenn ihre Benutzer weiterhin den Internetzugang über ein zentrales Gateway im Data Center oder der Firmenzentrale nutzen. Dies maximiert zwar die Sicherheit und Transparenz und ermöglicht eine umfassende Kontrolle, führt aber gleichzeitig zu höheren WAN-Kosten.

Gartner prognostiziert, dass IT-Organisationen im Jahr 2014 über 1,6 Billionen Dollar für Telekommunikations-Dienstleistungen ausgeben werden, dies entspricht 44 Prozent der gesamten IT-Ausgaben. Die gleichzeitig sinkende Nutzung des WAN kann auf der anderen Seite zu einer merklichen Reduzierung der Gesamtkosten beitragen.

Eine Möglichkeit, WAN-Kosten zu reduzieren, bietet die Anbindung von Außenstellen über Virtual Private Network (VPN) Verbindungen über das Internet. Viele Unternehmen entscheiden sich für den Austausch teurer WAN-Strecken gegen die kostengünstige VPN-Anbindung über das Internet, auch wenn dies mit der Einführung und der Administration eines verschlüsselten WAN-Overlay-Netzwerks unter Verwendung eines IPSec oder Secure Socket Layer (SSL)-VPNs einhergeht.

Neue Technologien wie Dynamic Multipoint VPN vereinfachen den Aufbau und Betrieb großer VPN-Netzwerke, die auch mehrere Data Center und Cloud-Anbieter unterstützen. Dies macht es zur perfekten WAN-Alternative für Cloud-Computing-Dienste.

Artikel wurde zuletzt im September 2014 aktualisiert

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