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Data-Center-Konvergenz durch Software-defined Networking (SDN) und SDS

Die Nachfrage nach Storage im Rechenzentrum wächst drastisch. Software-defined Networking und Software-defined Storage sollen für Konvergenz sorgen.

In großen Rechenzentren sind die Anforderungen in Bezug auf Storage-Traffic und Storage-Kapazität drastisch gestiegen. Um die Konvergenz von Data Centern zu ermöglichen, ist es wichtig, sicherzustellen, dass Software-defined Networking (SDN) und Software-defined Storage (SDS) zusammenspielen. Auf diese Weise wird das Storage-Provisioning automatisiert und der Storage-Traffic effektiv verwaltet.

Software-defined Storage bietet softwarebasierte Virtualisierung, Provisioning und Verwaltung von Daten-Storage, und zwar unabhängig von der zugrunde liegenden Hardware. SDS stellt Software zur Verfügung, um Storage-Deduplizierung, -Replikation, -Snapshots, -Backup und andere Storage-spezifische Anforderungen zu verwalten.

Der Siegeszug der Computer-Virtualisierung, eine erhöhte Server-Performance und die Popularität von preisgünstigen Storage-Optionen liefern der IT eine Vielzahl von Möglichkeiten, um in den heutigen Rechenzentren Storage-Kapazität effizient bereitzustellen. Per Storage-Virtualisierung bietet SDS der IT die Flexibilität, um Storage zuzuweisen, wo und wann auch immer es benötigt wird. Administratoren können physische Storage-Hardware aktualisieren, ohne den Zugriff der Anwendungen zu stören. SDS vereinfacht zudem das Provisioning und die Verwaltung durch zentralisierte Portale, um gemeinsam genutzte Storage-Pools zu verwalten.

SDS wirkt sich auf die Data-Center-Konvergenz aus

Die massiven Zuwächse an Compute-Kapazität (Multicore-CPUs) und die Komplexität von modernen Anwendungen, zu denen Video, das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) und Big Data gehören, sind für einen gewaltigen Ausbau der Storage-Kapazität verantwortlich, für die inzwischen die Einheit Petabyte zur Normalität geworden ist. Flash-Storage, hyperkonvergierte Systeme und Protokolle, die Virtual Storage Area Network (VSAN) und Hadoop einbeziehen, sorgen für enorme Anforderungen an das Data-Center-Netzwerk. Der Storage-Traffic fließt nun in Ost-West-Richtung (ebenso wie in Nord-Süd-Richtung) und erfordert oft eine geringe Latenz für den Datenzugriff.

Data-Center-Netzwerke müssen eine elastische Kapazität bieten, um den Zuwachs beim Storage-Traffic zu bewältigen, außerdem schnelles Provisioning, zentralisierte Steuerung und Verwaltung, Sicherheit sowie die Fähigkeit, jeden Storage-Typ mit jedem Compute- und Anwendungstyp zu unterstützen. Die Konvergenz von Rechenzentren bedeutet, dass das Netzwerk die Koexistenz von Daten- (Ethernet-) und Storage-Traffic unterstützen muss. Das Netzwerk muss einen separaten, virtuellen Kanal für den Storage-Traffic bieten, um mit unterschiedlich intensivem Traffic und der notwendigen geringen Latenz zurechtzukommen.

SDN unterstützt durch eine Reihe von wichtigen Funktionen IT-Organisationen beim Aufbau von Rechenzentren, so dass sie die entstehenden Herausforderungen für das Storage-Netzwerk bewältigen können.

Storage in IP-Netzwerken bringt mehrere neue Traffic-Typen mit sich, von denen einige im Data Center erhebliche Mengen an schwer einschätzbarem Traffic erzeugen.

SDN hilft beim Segmentieren von Storage-Traffic

SDN unterstützt durch eine Reihe von wichtigen Funktionen IT-Organisationen beim Aufbau von Rechenzentren, so dass sie die entstehenden Herausforderungen für das Storage-Netzwerk bewältigen können. Mit SDN lässt sich eine Netzwerk-Virtualisierung erreichen, um Daten- und Storage-Traffic einfach zu segmentieren. Software-defined Networking ermöglicht ein rasches Provisioning neuer Netzwerkkapazität und eine zentrale Verwaltung des Netzwerk-Traffics.

SDN kann Einblick in Traffic-Flüsse und Netzwerkengpässe bieten sowie für bandbreiten- oder latenzempfindliche Anwendungen ausreichend Kapazität zur Verfügung stellen. Aufgrund seiner Funktionen bezüglich Segmentierung und Sichtbarkeit ist Software-defined Networking in der Lage, den Netzwerk-Traffic sicher zu machen, indem es Sicherheitsschwachstellen identifiziert und bei deren Beseitigung hilft. Für komplett neue Netzwerke oder Upgrades bestehender Netzwerke bietet SDN die Option, kosteneffiziente White-Box-Switches bereitzustellen, um die Bandbreite auf 10 GbE, 40 GbE oder mehr zu erhöhen.

SDS-Anbieter mit der Möglichkeit für Data-Center-Konvergenz

IT-Fachleuten steht eine breite Palette an SDS-Lösungen und -Produkten zur Verfügung, um die Storage-Virtualisierung zu implementieren und Data-Center-Netzwerke zu verbessern. Dazu zählen große und kleine IT-, Storage-, Hyperkonvergenz- und Netzwerkanbieter. Eine kleine Auswahl dieser Unternehmen haben wir folgend zusammengestellt:

  • Big Switch Networks Inc.
  • Cisco
  • Coho Data
  • Dell
  • FalconStor Software
  • Hewlett Packard Enterprise
  • IBM
  • Intel
  • Jeda Networks
  • Microsoft
  • NetApp
  • Nutanix
  • Plexxi
  • Pluribus Networks
  • Red Hat
  • StorMagic
  • VMware

SDS-Empfehlungen für IT-Leiter

Private-Cloud-Infrastrukturen und Anwendungen, die Video, Big Data und IoT mit einschließen, erfordern neue Ansätze bezüglich Daten-Storage und Netzwerke. SDS bietet wesentliche Vorteile, um eine Pooled-Storage-Infrastruktur zu realisieren, die automatisch für Anwendungsanforderungen bereitgestellt wird. SDS versetzt die IT auch in die Lage, kostengünstigen Commodity-Storage bereitzustellen. Dessen Verwaltung übernimmt Software, die auf kommerziellen Servern läuft, wodurch sich die Storage-Kapazität schnell horizontal skalieren lässt.

Konvergierte Private-Cloud-Architekturen werden konvergierte virtualisierte Netzwerke nutzen, um sowohl Storage- als auch Daten-Traffic zu segmentieren, bereitzustellen und zu verwalten. SDN bietet die Netzwerkfunktionen (Provisioning, Verwaltung und Sichtbarkeit), um virtualisiertes Storage zu ermöglichen.

Eine der bedeutendsten Herausforderungen für IT-Leiter besteht darin, sich durch eine Unmenge an SDN- und SDS-Optionen zu kämpfen, um die nächste Generation von konvergierten Rechenzentren aufzubauen. Sowohl SDN als auch SDS befinden sich in der frühen Phase der Data-Center-Bereitstellung. Und trotz kontinuierlicher Anstrengungen gibt es keine klaren Blaupausen für das Deployment von umfangreichen Software-defined Data Centern (SDDC).

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Artikel wurde zuletzt im August 2016 aktualisiert

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