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Cisco-Campus-Switches: Funktionen und Deployment-Optionen für alle Einsatzzwecke

Cisco bietet mehrere Modelle seiner Campus-Switches an, die etwa mit UPoE, redundanter Stromversorgung und integrierten Security-Funktionen punkten.

Die Cisco-Campus-Switches zählen zu den technisch fortschrittlichsten, was Funktionen und Deployment-Optionen betrifft. Zum Beispiel bietet Cisco eine breite Palette von Campus-LAN-Switches, die Multigigabit-Ethernet-Ports für NBASE-T nutzen sowie Universal Power over Ethernet (UPoE) zur Verfügung stellen, um PoE-Geräte mit bis zu 60 Watt zu versorgen.

Das leisten die Cisco-Campus-Switches auf der Zugriffsschicht

Der Cisco-Switch Catalyst 2960-X ist das Basis-Enterprise-Modell im Low-End-Bereich. Dieser Switch im festen 1U-Formfaktor bietet 24 oder 48 RJ45-Ethernet-Ports mit 10/100/1000 GBit/s. Bei den Uplinks haben Kunden die Wahl zwischen zwei oder vier SFP-Modul-Slots (Small Form-factor Pluggable), die einen Durchsatz von bis zu 1 GBit/s auf jedem Port liefern. Einige Modelle der 2960-Serie sind stapelbar und ermöglichen PoE bis zu 15,4 Watt pro Port. Für alle Catalyst-Switches der Baureihe 2960-X gilt eine erweiterte eingeschränkte Lebenszeitgarantie für die Hardware.

Soll der Access Switch über umfangreichere Funktionen verfügen, kommt Ciscos Campus-LAN-Switch Catalyst 3850 in die engere Wahl. Ähnlich wie beim 2960-X handelt es sich beim 3850 um einen Fixed-Port-Switch mit 1U-Formfaktor, der stapelbar ist und PoE zur Verfügung stellen kann. Ein zusätzlicher Vorteil von PoE besteht darin, dass einige Modelle Universal PoE (UPoE, eine proprietäre Erweiterung des PoE-Standards) unterstützen. Auf diese Weise lassen sich Geräte, die eine Leistung von bis zu 60 Watt benötigen, mit Strom versorgen.

Außerdem bieten die 3850-Modelle NBASE-T-Multigigabit-Unterstützung für Verbindungen mit 2,5 GBit/s und 5 GBit/s, einschließlich der aktuellen drahtlosen Access Points, die nach der Spezifikation 802.11ac Wave 2 arbeiten. Für zusätzliche Resilienz auf der Zugriffsschicht (Access Layer) sorgen die redundanten Stromversorgungen der 3850-Switches und Ciscos StackPower-Technologie, die die Stromversorgungen aller Switches in einem Stapel kombiniert, um eine weitere Redundanz bereitzustellen, falls eine Stromversorgung ausfällt.

Das leisten die Cisco-Campus-Switches auf der Kern- und Verteilungsschicht

Der 4500-X ist ein modulares Switch-Chassis mit doppelter, Hot-Swapping-fähiger Stromversorgung und einem ebenfalls Hot-Swapping-fähigen Lüftereinschub. Auf der Kern- und Verteilungsschicht (Core- und Distribution Layer) dreht sich alles um Verfügbarkeit. Über modulare Komponenten zu verfügen, die sich rasch austauschen lassen, ohne dass dabei ein Switch deaktiviert werden muss, ist daher von entscheidender Bedeutung. Was den Switching-Durchsatz angeht, so kann ein ausreichend ausgerüsteter Switch der 4500-X-Serie einen Durchsatz von bis zu 800 GBit/s liefern. Bei zwei Switches, die im Virtual-Switching-System-Modus arbeiten, lässt sich der Durchsatz auf bis zu 1,6 TBit/s steigern. Die Switches verfügen ebenfalls über integrierte Funktionen für Sicherheit, Netzwerk-Management und Netzwerksichtbarkeit mit Cisco TrustSec beziehungsweise Flexible NetFlow.

Für große Campus-Netzwerke mit Kern- und Verteilungsschicht, für die der 4500-X möglicherweise nicht ausreicht, gibt es von Cisco die Campus-LAN-Switches der 6800-Serie. Switches der 6807-XL-Reihe können pro Modul einen Durchsatz von 880 GBit/s liefern und insgesamt 11,6 TBit/s über einen einzelnen, entsprechend ausgerüsteten Switch. Diese Switches unterstützen darüber hinaus eine erweiterte Routing-Tabelle, die bis zu 1 Million IP-Routen gleichzeitig verwalten kann. Die 6800-Serie beherrscht außerdem Software-defined Networking (SDN), um Richtlinien und Services zu automatisieren.

Preisgestaltung und Support

Cisco-Hardware und -Support können über Cisco-Partner gekauft werden. Die Partner sind es auch, die letztlich den Kaufpreis für Hardware und Software festlegen. Außerdem variiert die Preisgestaltung je nach Switch-Typ und gewünschten Schnittstellen. Für einige Cisco-Campus-Switches aus dem Low-End-Segment – zum Beispiel den 2960-X – gilt eine erweiterte eingeschränkte Lebenszeitgarantie für die Hardware. Darüber hinaus ist im Falle eines Ausfalls ein Austausch der Hardware am nächsten Arbeitstag inklusive.

Für die meisten anderen Switches bietet der Hersteller eine 90-tägige Garantie, die sich verlängern lässt, indem man den Supportvertrag Cisco Smart Net Total Care abschließt. Dieser Vertrag umfasst Support per Telefon und E-Mail, Troubleshooting über Remote-Zugriff, Firmware-Upgrades und den Austausch von defekter Hardware. Die Kosten für Smart Net Total Care sind abhängig von der unterstützten Hardware oder Software sowie dem im Service Level Agreement (SLA) definierten Zeitraum für den Austausch von Hardware.

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Artikel wurde zuletzt im Mai 2017 aktualisiert

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