Apple iOS versus Google Android im Unternehmenseinsatz

Apples iOS treibt die meisten mobilen Geräte in der Geschäftswelt an. Aber Android steigert seinen Anteil im Unternehmensbereich und Windows kommt.

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MDM

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von Apple standzuhalten. Und auch wenn Microsoft sein mobiles Windows-Betriebssystem den Smartphone-Herstellern kostenlos anbot, war wenig Erfolg im Unternehmen zu sehen. Es überrascht also kaum, dass der Kampf hauptsächlich zwischen Google Android und Apple iOS stattfindet.

Der Good Technology Mobility Index Report für das 2. Quartal 2015 (PDF), der auf den Daten von Kunden des Unternehmens basiert, zeigt für Apple iOS einen Anteil von 64 Prozent bei der mobilen Geräteaktivierung (1. Quartal 2015: 72 Prozent), während Android von 26 auf 32 Prozent stieg. Windows Phone fristet mit unverändert 1 Prozent ein Nischendasein, Windows-basierte Geräte kommen dagegen bereits auf 3 Prozent. Auch wenn der Anteil von iOS in Unternehmen rückläufig ist, so sind doch noch fast zwei Drittel der Geräteaktivierungen auf iOS zurückzuführen.

MDM öffnet die Tür für iOS-Unterstützung

Apples iOS 7 enthält eine Reihe von Management-Funktionen, die direkt an der Unternehmensintegration ausgerichtet sind. Das sind etwa Single Sign-On, Open-In Management (welcher Inhaltstyp in welchen mobilen Apps geöffnet werden kann) und eine Überarbeitung der MDM-Services (Mobile Device Management), die mit iOS 4 eingeführt wurden.

So vielversprechend die neuen Funktionen klangen, so waren viele auch ziemlich begrenzt. Zum Beispiel konnte die IT-Abteilung AirDrop auf Geräten nur im Supervised Mode einschränken. Aber zusammen mit dem Ruf des Apple-Betriebssystems, per se sicherer als Android zu sein, überzeugten die neue Management-Funktionen viele IT-Administratoren davon, iOS zu unterstützen.

Mit der Veröffentlichung von iOS 8 fügte Apple noch mehr Management-Funktionen hinzu. Administratoren können beispielsweise eBooks an die Nutzer verteilen, bestimmte Bereiche auf einem Gerät sperren, und kontrollieren auf welche Dateien eine App zugreifen kann. Das Betriebssystem unterstützt auch On-Demand- und Pro-App-VPN, sowie erweiterte Passcode-Nutzung, automatisierte MDM-Bereitstellung und zahlreiche weiteren Features, die die IT-Abteilung erfreuen.

In iOS 9 gab es weitere Funktionen, einschließlich Änderungen am Apple Volume Purchase-Programm für den Einkauf von Bulk-Apps. Mit iOS 9 können Unternehmen so Apps ohne Bindung an die individuelle Apple-ID eines Benutzers kaufen. Die IT-Abteilung hat die vollständige Kontrolle darüber, wie diese Anwendungen installiert, konfiguriert, verwaltet und aktualisiert werden.

Da iOS signifikante Fortschritte in Richtung Unternehmen machte, begannen Anbieter mit der Entwicklung von mobilen Enterprise-Klasse-Apps für das Betriebssystem. Beispiele dafür sind unter anderem Roambi und Salesforce. Auch Microsoft bietet mittlerweile iOS-Versionen seiner Office-Suite an. Apples Joint Venture mit IBM, um Enterprise-Apps zu erstellen, dürfte in Unternehmen den Wunsch nach iOS-Geräten weiter befeuern.

Android schlägt zurück

Nachdem die iOS-Unterstützung für Unternehmen stetig zunahm, bewegte sich Google mit Android in die gleiche Richtung. Mit Android 4.0 Ice Cream Sandwich dachte Google bereits an den Unternehmenseinsatz und führte vollständige Geräteverschlüsselung und eine VPN-API ein.

In Android 5.0 Lollipop erweiterte Google die MDM-Funktionen. Und obwohl Android nach wie vor eine günstigere Alternative zu iOS darstellte, waren die IT-Abteilungen immer noch nicht überzeugt.

Google konterte diese Zweifel mit Android for Work. Diese Management-Plattform unterstützt sowohl private Geräte der Mitarbeiter als auch die vom Unternehmen bereitgestellten Smartphones und Tablets, ermöglicht Remote-Management und vereinfacht die Anwendungsbereitstellung. Android for Work ermöglicht auch MDM-Tools von Drittanbietern, Android-Geräte im großen Maßstab auszurollen. Geschäftsanwendungen und -daten lassen sich gentrennt von den persönlichen Apps und Daten auf dem Gerät verwalten.

Es liegt an den Geräteherstellern, zusätzliche Funktionen einheitlich und nahtlos zu implementieren. Viele Hersteller sind nur auf den Consumer-Markt fokussiert und daher mehr mit Gimmicks beschäftigt, als mit unternehmensfreundlichen Funktionen. Darüber hinaus ist Google von der Gnade der Anbieter abhängig, wenn es um das Bereitstellen von Updates für die Geräte geht. Das dauert oft eine lange Zeit oder passiert sogar nie.

Fazit

Unabhängig davon, wie weit verbreitet iOS-Unterstützung in Unternehmen jetzt auch ist, Apple wird nicht still sitzen und warten, bis die Gegner aufholen. Die Grenzen sind abgesteckt und die Schlacht hat begonnen, aber der oder die ultimativen Gewinner sind noch nicht zu erkennen.

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Artikel wurde zuletzt im November 2015 aktualisiert

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