Trotz 802.11ac: Netzwerk-Infrastruktur für den Mobility-Trend nicht ausreichend

Der neue Wlan-Standard 802.11ac kann den Datendurchsatz enorm steigern. Viele IT-Verantwortliche vergessen dabei aber ihre Netzwerk-Infrastruktur.

Der oft als Gigabit-Wlan bezeichnete Standard 802.11ac verspricht Datenraten von bis zu 6,93 Gbit/s und scheint...

so viele Konnektivitätsprobleme zu beheben, die derzeit in drahtlosen Unternehmensnetzwerken vorherrschen. Dabei wird allerdings oftmals übersehen, dass neben den Access Points des Wlans auch die übrige Infrastruktur in Netzwerk und Rechenzentrum mit dem im Vergleich zu älteren Standards wesentlich höheren Datenraten umgehen können muss.

In seinem Vortrag auf der Datacentres Europe 2014 Ende Mai zeigte Ronald van Kleunen, CEO & Director der Globeron Pte. Ltd., dass sich mit der flächendeckenden Einführung von 802.11ac abseits der Wlan-Access-Points erhebliche Kapazitätsprobleme in Data Centern abzeichnen. Durch den BYOD- und Mobility-Trend greifen immer mehr Mitarbeiter mit mobilen Endgeräten über Wlan-Zugänge auf Unternehmensressourcen zu, gleichzeitig werden aber nicht nur interne Geschäftsprozesse immer mobiler, sondern auch die Geschäftsbeziehungen mit Kunden. Von E-Commerce bis Content-Konsumierung ersetzen Smartphones und Tablets immer häufiger bisher per Breitband genutzte Desktop-PCs – mit enormen Folgen für die Wlan-Netzwerkinfrastruktur.

Globeron, Netzwerk, Performance, 802.11ac

 

Während Endgeräte bisher per 802.11n theoretisch einen Datendurchsatz von maximal 600 Mbit/s erreichen konnten, ist dieser Wert für den neuen Standard 802.11ac mit knapp 7 Gbit/s gut elf Mal so hoch. Durch eine immer größere Nutzung mobiler Endgeräte über Wlan-Netze, die stetig wachsende Datenmenge und  dem theoretisch höheren Datendurchsatz der neuen Wlan-Access-Points, die mit dem 802.11ac-Standard arbeiten, ergibt sich für van Kleunen sehr bald ein Bandbreitenproblem jenseits der Zugangspunkte. Mit einem höheren Datendurchsatz und dem damit gestiegenen Netzwerk-Traffic verschiebt sich der Performance-Flaschenhalt vom Endpunkt des Wlan-Netzwerkes mit herkömmlicher Gigabit-Ethernet-Infrastruktur über Switche und Router nach oben immer weiter in das Data Center hinein.

Für Ronald van Kleunen steht die IT-Branche noch ganz am Anfang dieser Entwicklung. Für ihn ist klar, dass durch den 802.11ac-Standard noch viele Investitionen in bestehende Netzwerk-Infrastrukturen nötig sein werden. Dabei sieht er auf Data-Center-Betreiber ein zusätzliches Kapazitätenproblem zukommen, da heutige Wireless Controller nur eine begrenzte Anzahl an Access Points verwalten können. Vor allem bei großen Wide Area Networks (WAN) mit tausenden von Access Points könnte es im Data Center durchaus zu Engstellen bei Rack Space, Verkabelung sowie Energieversorgung und Kühlung kommen.

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Artikel wurde zuletzt im Juni 2014 aktualisiert

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