Ericsson

Ericsson stellt 5G-Mobilfunkplattform vor

Die 5G-Plattform von Ericsson mit Kern- und Funktechnologie für 5G-Anwendungen ermöglicht weltweiten 5G-Zugang und Abdeckung aller Frequenzbereiche.

Die 5G-Plattform von Ericsson soll Mobilfunkbetreibern den frühen Einstieg in den Mobilfunk der 5. Generation (5G) ermöglichen. Die Plattform umfasst 5G-Kern-, Funk- und Transportsysteme. Außerdem will Ericsson Anwendungen für Supportsysteme wie Netzwerkmanagement, Dienstleistungen für die Weiterentwicklung des Netzes und Sicherheitsfunktionalitäten bereitstellen.

Das 5G-Kernsystem unterstützt Anwendungen, die auf 5G-Network-Slices basieren. Network-Slices sind dedizierte virtuelle Netze, mit denen sich der Datenverkehr einzelner Dienste oder Unternehmenskunden vom allgemeinen Datenstrom im Mobilfunknetz trennen lässt. Ericsson gibt an, dass sich Telekommunikationsanbieter mit dieser Technik Wachstumspotenziale durch erste 5G-Anwendungen erschließen können.

Das 5G-Kernsystem von Ericsson beinhaltet unter anderem folgende Erweiterungen:

  • Federated-Network-Slices für das 5G-Roaming erweitern das Konzept über Ländergrenzen hinweg. Ein Netzdienst kann so von einem Netzbetreiber weltweit bereitgestellt werden, ohne dass Unternehmenskunden Vereinbarungen mit den verschiedenen Netzbetreibern benötigen.
  • Network-Slice-Management zur automatisierten Einrichtung von Verbindungen für Dienste, zur Gewährleistung der Dienstqualität und um eine schnelle Einführung von Diensten mit wenig Aufwand zu ermöglichen.
  • 5G-Nutzungsprofil- und 5G-Nutzerverwaltung für Network-Slices sollen sicherstellen, dass Nutzer die vereinbarte Servicequalität erhalten und die Datenintegrität gewährleistet ist.
  • Distributed Cloud soll Anwendungen mit kurzer Latenzzeit ermöglichen. Der 5G-fähige Packet-Core trennt Steuerung und Nutzerdaten vollständig bei bisher nicht erreichter Netzkapazität und Nutzerdatenraten.
  • 5G-Transformation-Dienstleistungen für die Weiterentwicklung des Netzes und des Netzbetriebs eines 5G-Kernsystems, virtualisiert und basierend auf einem automatisierten Betriebsmodell.

Die Deutsche Telekom, Ericsson und SK Telecom (Südkorea) haben bereits ein interkontinentales 5G-Netzwerk zu Testzwecken aufgebaut, dass Network-Slices auf dem Gebiet des jeweils anderen Mobilfunkanbieters verfügbar macht. Network-Functions-Virtualization (NFV) und Software-Defined-Networking (SDN) werden für die Vernetzung, Automatisierung und Programmierung genutzt.

Das bestehende Portfolio von Ericsson für das User-Data-Management, der Evolved-Packet-Core und das IP-Multimedia-Subsystem laufen jetzt in der Cloud, um neue Anwendungen zu ermöglichen.

Im Bereich der Funk- und Transporttechnologie stellt Ericsson 5G New Radio (NR) Basisstationen im mittleren und höheren Frequenzbereich vor und erweitert damit das Angebot, das bislang aus der im letzten Jahr eingeführten weltweit ersten 5G NR Basisstation bestand. Um die Netztransportkapazitäten im Terabyte-Bereich sicher zu stellen, führt Ericsson außerdem optimierte Transportlösungen ein. Dazu zählen ein MINI-LINK-Richtfunksystem mit bis zu 10 Gigabit pro Sekunde, sowie Fronthaul und Router für den Reiheneinbau, die keinen zusätzlichen Platz belegen. Neue Produkte, die sowohl die Energie- und Spektrum-Effizienz von 4G-Netzen erhöhen als auch die Anwendungsabdeckung verbessern, ergänzen das Ericsson-Radio-System. Neue Basisstationen unterstützen den Aufbau von schnellen LTE-Netzen mit einem Gigabit pro Sekunde.

„Durch den Zugang zu einer breiten Palette von 5G-NR-Basisstationen (Next Radio), einer leistungsstarken Basisbandverarbeitungskapazität und einer Vielzahl von Transportoptionen können die Betreiber umfassende Testnetze in Betrieb nehmen, die wichtige Einblicke in die Charakteristiken und Möglichkeiten des Betriebs von 5G-Netzen ermöglichen“, sagt Ken Rehbehn, Principal Analyst, Mobile Infrastructure, 451 Research. „Dieser wichtige Schritt baut Vertrauen bei Netzbetreibern auf und bringt die Branche bei 5G voran.“

Ericsson schätzt den Markt für Telekommunikationsanbieter im Jahr 2026 auf 582 Milliarden US-Dollar weltweit, wenn die 5G-Technologie für die Digitalisierung in den Anwendungsbranchen eingesetzt wird. Dies wäre ein Umsatzwachstumspotential von 34 Prozent im Jahr 2026 für die Telekommunikationsbranche. Die verarbeitende Industrie und die Energieversorgerbranche bieten dabei die größten Umsatzperspektiven mit 5G – das ist das Ergebnis einer Studie von Ericsson.

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Der Schlüsselfaktor bei der 5G-Technologie ist die Kapazität

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