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ForeScout-Studie: Die Hauptprobleme mit IoT-Geräten in Unternehmen

In Sachen IoT sorgen sich IT-Verantwortlichen um die Zusammenarbeit der IT-Unternehmensbereiche, das Budget und die Verfügbarkeit geeigneter Produkte.

Die Marktforscher von Quocirca befragten im Auftrag von ForeScout von August bis September 2016 für die Studie European Perceptions, Preparedness and Strategies for IoT Security 201 IT-Entscheider in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) und Großbritannien. Ziel war es, die Meinung der Befragten zu IoT-Geräten und den zugehörigen Sicherheitsmaßnahmen, Security-Richtlinien und entsprechenden Tools in ihren Unternehmen zu erfahren. Quocirca befragte dazu Organisationen verschiedener Branchen und Größen.

Fast alle Umfrageteilnehmer (98 Prozent) gehen davon aus, dass innerhalb der nächsten 18 Monate IoT-Geräte in ihrem Firmennetzwerk auftauchen. In Enterprise-Unternehmen rechnen die Befragtem mit über 20.000 Geräten, bei Großunternehmen mit bis zu 10.000 Beschäftigtem sind es noch deutlich über 3.000. Mittelständische Firmen mit bis zu 1.000 Mitarbeitern schätzen, dass sich bis zu 380 IoT-Geräte im Unternehmensnetzwerk befinden werden.

Für 83 Prozent der Befragten ist die größte Sicherheitsherausforderung im Zusammenhang mit dem Internet der Dinge die Zusammenarbeit der verschiedenen IT-Bereiche im Unternehmen (Netzwerk, Sicherheit, DevOps etc.). 37 Prozent der Umfrageteilnehmer sehen den Personalmangel als Problem, und 58 Prozent machen sich Sorgen um die Budgets und die Verfügbarkeit geeigneter Produkte (65 Prozent).

Mögliche Anzahl von Geräten, die in den nächsten 12 Monaten an IoT-relevanten Anwendungen beteiligt sind.
Abbildung 1: Mögliche Anzahl von Geräten, die in den nächsten 12 Monaten an IoT-relevanten Anwendungen beteiligt sind.

Ein weiteres Problem ist die Vielfalt an Betriebssystemen, die es bei der Erkennung, Klassifizierung und Absicherung der IoT-Geräte zu berücksichtigen gilt. Klassische Endgeräte in Unternehmen arbeiten mit Windows, Mac OS, Android oder Apple iOS als Betriebssystem. Die gängigen Sicherheits- und Management-Lösungen werden damit leicht fertig. Die Welle an IoT-Geräten kommt aber nicht mit diesen Standardbetriebssystemen, sondern nutzt aufgrund ihrer speziellen Anforderungen Software wie Lite-OS, FreeRTOS, ARM mbed OS, Mantis oder RIOT. Für diese Betriebssysteme gibt es in der Regel keine Agenten, die mit denen Sicherheits- oder Management-Lösungen zusammenarbeiten könnten. Aufgrund der besonderen Erfordernisse (geringe Hardware-Ressourcen, Echtzeitverarbeitung) können in den meisten Fällen auf den IoT-Geräten auch keine Agenten installiert werden.

64 Prozent der Befragten in DACH und UK bezeichnen es daher auch als außerordentlich wichtig oder ziemlich wichtig, dass IoT-Geräte ohne den Einsatz von Agenten erkannt und klassifiziert werden können. Deshalb bevorzugen gerade im Gesundheitssektor 73 Prozent der Befragten Lösungen ohne Agenten. Dort sind viele Geräte ohne Standardbetriebssystem im Einsatz, wie etwa CT-Scanner, Insulinpumpen und Pulsmessgeräte, für die eine Agentenlösung nicht geeignet wäre.

29 Prozent der DACH-Befragten (17 Prozent in UK) sind sich nur wenig oder gar nicht sicher, dass sie alle IoT-Geräte in ihrem Netzwerk identifizieren und überwachen können.

Die Vielfalt an Geräten im Netzwerk.
Abbildung 2: Die Vielfalt an Geräten im Netzwerk.

 „Der enorme Zuwachs an IoT-Geräten schafft für Unternehmen sowohl Chancen als auch Risiken“, erklärt Jan Hof, International Marketing Director, ForeScout Technologies. „Viele Organisationen erkennen im Internet der Dinge eine Möglichkeit zur Optimierung und Vereinfachung von Geschäftsprozessen, doch gehen damit auch Sicherheitsprobleme einher, die  gelöst werden müssen – insbesondere dadurch, dass solche Geräte sichtbar und transparent gemacht werden, sobald sie sich mit dem Netzwerk verbinden. Denn was man nicht sieht, kann man auch nicht schützen.“

Die Zusammenfassung der europäischen Studie wird bei ForeScout vermutlich bis Ende der Woche zum Download verfügbar sein. Einen Report für den US-Markt gibt es nach Registrierung bei ForeScout bereits hier.

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