WLAN-Sicherheit ist das Sorgenkind deutscher IT-Abteilungen

Mit der Sicherheit von Unternehmens-Funknetzen ist es nicht gut bestellt. 60 Prozent der deutschen IT-Verantwortlichen sind wegen des WLANs besorgt.

IT-Verantwortliche sind der Meinung, dass WLAN-Netzwerke das größte Sicherheitsrisiko für IT-Infrastrukturen sind, das ergab eine weltweite Studie des Cyber-Security-Lösungsanbieters Fortinet. 49 Prozent der Umfrageteilnehmer stuften WLAN-Netzwerke unter Sicherheitsaspekten als am gefährdetsten ein. In Deutschland liegt diese Zahl bei 60 Prozent, in China sind sogar 71 Prozent sehr besorgt. Japanische IT-Verantwortliche sehen das Thema WLAN-Sicherheit allerdings entspannter, hier fühlen sich nur 13 besonders unsicher.

Unzureichende Sicherheit im internen Unternehmens-WLAN ist dann auch für 88 Prozent der CIOs ein Grund, sich Sorgen zu machen (weltweit 92 Prozent). Laut Fortinet sei das auch nicht überraschend, denn 33 Prozent der WLANs für Mitarbeiter in deutschen Unternehmen (weltweit 37 Prozent) habe keine grundlegende Sicherheitsfunktionen wie eine Benutzerauthentifizierung.

WLAN-Sicherheitsmassnahmen nach UnternehmensgroesseWLAN-Sicherheitsmaßnahmen (weltweit)nach Unternehmensgröße.

45 Prozent der deutschen IT-Verantwortlichen (weltweit 48 Prozent) sehen im Verlust von vertraulichen Unternehmens- oder Kundendaten das größte Risiko eines unsicheren WLAN-Netzwerkes. Für 32 Prozent sind dagegen die Furcht vor Industriespionage das Thema Nummer eins (weltweit 22 Prozent).

Weitere Ergebnisse der Studie:

  • Beim Kernnetzwerk haben nur 29 Prozent der Befragten ähnliche Sicherheitsbedenken wie beim WLAN, in Deutschland sind es 24 Prozent.
  • 35 Prozent der deutschen Unternehmen besitzen ein Gäste-WLAN, das allerdings bei neun Prozent völlig unkontrolliert ist (weltweit: 43/13 Prozent).
  • 19 Prozent (weltweit 29 Prozent) sichern das WLAN nicht über eine Firewall ab.
  • 25 Prozent setzen beim WLAN auf ein Intrusion Prevention System (IPS), weltweit sind es dagegen 41 Prozent.
  • Angeblich 67 Prozent der deutschen Befragten setzen bereits eine Cloud-Lösung für das Management der WLAN-Infrastruktur ein. Von den verbleibenden 33 Prozent wollen das laut Fortinet in Zukunft 88 Prozent machen.

„Die Ergebnisse der Befragung weisen darauf hin, dass die Sicherheit von WLAN-Netzen trotz der steigenden Mobilität für Unternehmen bis jetzt schlichtweg keine Priorität hatte“, sagt Christian Vogt, Regional Director Germany bei Fortinet. „Mit kontinuierlichen technisch immer versierteren Angriffen, die sich verstärkt auf mehrere Zugangspunkte richten, und der steigenden Verbreitung von Cloud-Lösungen sollten Unternehmen dieses Risiko allerdings nicht mehr länger ignorieren.“

Für die Studie wurden weltweit 1.490 IT-Verantwortliche in Unternehmen mit mindestens 250 Mitarbeitern befragt. Die Teilnehmerakquise erfolgte über ein Online-Panel des Marktforschungsunternehmens Lightspeed GMI.

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