Barracuda Networks erweitert Leistungsspektrum seiner NGFW

Barracuda erweitert die Funktionalität seiner NGFW in Version 6.1. Sie unterstützt, wie auch die Web Application FW, unter anderem Azure-Funktionen.

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Firewalls

Die Barracuda Next-Generation Firewall 6.1 verfügt nun über neue Funktionalitäten für Bildungseinrichtungen sowie für einfachere Administration. Des Weiteren erhielt die Web Application Firewall ein Funktions-Update, zu dem der Support von Azure-Funktionen gehört – auch ein Feature der NGFW 6.1. Darüber hinaus präsentiert der Hersteller einen neuen Load Balancer.

Neue Funktionen in NGFW 6.1

Zu den neuen Funktionen der Version 6.1 der NGFW von Barracuda gehören Optionen, die Administratoren in Schulen die Arbeit erleichtern sollen. So gibt es beispielsweise die Möglichkeit, bei der Internetsuche den SafeSearch-Modus vorzugeben und die YouTube-Nutzung auf „YouTube for Schools“ zu limitieren. Damit können EDV-Verantwortliche von Schulen zum Beispiel, ihren Anwendern geeignete Internetinhalte zugänglich machen.

Darüber hinaus steht nun ein Selbstbedienungspotential für VPN-Nutzer zur Verfügung, das Management des Remote-Zugriffs vereinfachen und die Integration mit WLAN Access Points erleichtern soll.

Die wichtigsten neuen Features der Barracuda NG Firewall 6.1 im Überblick:

  • SafeSearch Policy – Die neue Version ermöglicht Administratoren, mittels Firewall-Regeln dafür zu sorgen, dass bei Suchanfragen in Suchmaschinen immer der SafeSearch-Modus aktiviert ist, damit die Ergebnislisten nur jugendfreie Inhalte anzeigen.
  • YouTube for Schools Policy – Administratoren können den Zugang zu Inhalten, die keine Bildungsrelevanz haben, limitieren, während Anwender weiterhin ohne Einschränkung Bildungsangebote auf YouTube nutzen können.
  • Wi-Fi Policy Enforcement – Die Barracuda NG Firewall lässt sich mit WLAN Access Points führender Hersteller integrieren, um die Nutzung transparent zu machen und WLAN-Nutzungsregeln konsequent durchzusetzen.
  • Remote Access Management – Administratoren haben nun die Möglichkeit, ein Selbstbedienungsportal einzurichten, mit dem Endanwender mit den Betriebssystemen MacOS, Windows und iOS ihre VPN-Verbindung mit wenigen Klicks aufbauen.
  • Barracuda NG Remote iOS Application – Die neue iOS App unter http://cuda.co/ngfwremote bietet Administratoren einen Remote-Zugang zu Barracuda NG Control Centers und Appliances – zu jeder Zeit und von jedem Ort aus.

Die NGFW 6.1 ist als Hardware oder als virtuelle Appliance erhältlich. Für Bestandskunden mit einer Energize Update Subscription ist die neue Version kostenfrei verfügbar. Der Listenpreis der Barracuda NG Firewall beginnt bei 599 Euro für die Appliance und 99 Euro für eine Lizenz für ein Jahr. Eine optionale Lizenz für Advanced Threat Detection (ATD) gibt es für das Modell F200 und alle höheren Modelle, sie beginnt bei 399 Euro pro Jahr. Ein ebenfalls optionaler Instant Replacement Service, der eine schnellstmögliche Ersetzung von defekter Hardware und außerdem die Ersetzung von vier Jahre alten Hardware-Komponenten enthält, ist für 99 Euro pro Jahr erhältlich.

Darüber hinaus offeriert der Hersteller die Barracuda NG Firewall Vx, eine virtuelle Appliance, die VMware- und Hyper-V-Umgebungen unterstützt. Diese wird je nach Anzahl der Anwender konfiguriert und beginnt bei Nettopreisen von 599 Euro.

Support für Funktionen von Microsoft Azure

Die NGFW und die Webb Application Firewall erhalten zudem Support für Microsoft Azure. So unterstützt die NGFW, wenn sie Azure betrieben wird, nun die Routing-Funktionen von Azure. Damit lassen sich nutzerdefinierte Routen erstellen und die Funktion „ExpressRoute“ nutzen. Die Web Application Firewall unterstützt ihrerseits Active Directory Federation Services (AD FS) und dynamische Skalierung mit beliebig viele Active-Active Clustering-Instanzen in Azure.

Mit den Routing-Funktionen von Azure kann die NGFW als Standard-Gateway für alle Rechner auf demselben Virtual Network (VNET) eingesezt werden. Damit erhalten Anwender einen umfassenden Überblick und Kontrolle über den Datenverkehr in beide Richtungen - sowohl in die VNETs hinein als auch aus den VNETs heraus. Nutzerdefinierte Routen bieten außerdem die Option, die Firewall an beiden Enden des Site-to-Site VPN-Tunnels zur vollen Sicherheitsüberwachung und Priorisierung des Datentransfers zu nutzen. Zudem lassen sich Applikationen überwachen, bestimmte Daten priorisieren und einen definierten Quality of Service (QoS) garantieren.

Mit Active Directory Federation Services (AD FS) wird ein Single Sign-On zu lokalen oder Web-basierten Anwendungen von verschiedenen Geräten, unter anderem auch von mobilen Geräten, möglich. Die Web Application Firewall unterstützt auch die Bereitstellung von AD FS und verbundenen Anwendungen sowohl in der Azure-Cloud als auch im lokalen Rechenzentrum. Sie schützt außerdem die Windows-Cloud-Server-Infrastruktur vor Bedrohungen aus dem Internet. Über beliebig viele Instanzen synchronisiertes Clustering in Azure stellt sicher, dass die Ebene der Anwendungssicherheit immer proportional zur Webapplikations-Ebene skalieren kann.

Load Balancer FDC T740 mit 40-Gbps-Technologie

Barracuda Networks erweitert seine Load Balancer-Serie um den FDC T740, der mehr Performance, Verfügbarkeit und Kontrolle ins Netzwerk bringen soll. Es handelt sich um eine Hardware-Appliance, die auf Intel-Technologie basiert und bis zu 40 GBit/s an Datendurchsatz gewährleisten soll. Der Loadbalancer überwacht alle Server und verteilt die Server-Lasten gleichmäßig.

Der FDC erlaubt eine Trennung der Applikationszugangskontrolle und der Applikationssicherheit von den Front-End-Geräten. In dieser Architektur fokussieren die Front-End-Geräte nur auf die Verteilung des Netzwerk-Traffics, während die Zugangskontrolle und Sicherheit der Anwendung eben näher an selbiger sind.

Der Loadbalancer stellt unternehmensweit Skalierbarkeit und Hochverfügbarkeit für TCP/IP-Services zur Verfügung. Dazu gehören das Web, Terminal Services, Proxy, VPN, Streaming Media und E-Commerce.

Listenpreise für den Load Balancer FDC T740 beginnen bei knapp 21.600 Euro.

 

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