Report: Was deutsche IT-Abteilungen ausbremst

Unternehmen sind heute von der Geschwindigkeit der IT abhängig. Der erfolgreiche und pünktliche Einsatz neuer Technologien scheitert aber oft.

SolarWinds hat den „IT Trends Report 2015: Business at the Speed of IT“ veröffentlicht. Die Studie untersucht die die Bedeutung der IT und der IT-Abteilungen sowie ihre Fähigkeit, für den Unternehmenserfolg entscheidende Technologien einzuführen. Der Bericht basiert auf einer im Dezember 2014 durchgeführten Umfrage, an der 375 IT-Profis, Manager und Führungskräfte aus kleinen, mittleren und großen Unternehmen in Deutschland teilgenommen haben.

Die neuen Maßstäbe für die IT-Performance seien nicht länger nur Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Betriebsbereitschaft, sondern auch Unternehmensproduktivität, Wachstum und Profitabilität, so SolarWinds.

  • 95 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass die Implementierung maßgeblicher neuer Technologien zumindest teilweise für den langfristigen Erfolg ihrer Unternehmen wichtig sei. 47 Prozent waren der Meinung, dass sie wichtig, und 26 Prozent, dass sie extrem wichtig ist.

Was die IT-Abteilung ausbremst

Die IT-Abteilungen kämpfen mit Hindernissen, die eine erfolgreiche Einführung wichtiger Technologien bremsen oder verhindern. Für einige Befragten gehört dazu auch die eigene Geschäftsführung. Die IT-Profis schaffen es offenbar oft nicht, Entscheider von der Notwendigkeit und den Vorteilen neuer Technologien zu überzeugen.

  • Das größte Hindernis für die Implementierung neuer Technologien sind Budgeteinschränkungen (59 Prozent).
  • Auch das die nicht ausreichende Personaldecke in der IT-Abteilung ist für 53 Prozent ein Problem.
  • 53 Prozent sehen den CIO ihres Unternehmens als förderlich bei der Einführung maßgeblicher neuer Technologien an. Allerdings denkt ein Drittel der Umfrageteilnehmer, dass ihr CIO entweder ein Hindernis oder unbeteiligt ist.

Die Folgen für das Unternehmen

  • Über ein Drittel der befragten IT-Profis gab an, dass es länger als erwartet gedauert habe, bis sich die zuletzt eingeführte wichtige Technologie auf den Unternehmenserfolg oder auf die Effizienz der Endbenutzer ausgewirkt habe. 9 Prozent mussten sich damit abfinden, dass es sogar viel länger brauchte als geplant.
  • Über die Hälfte der Umfrageteilnehmer gab aber an, dass die zuletzt eingeführte maßgebliche neue Technologie innerhalb des vorgesehenen Zeitrahmens den erwarteten ROI erzielt habe.
  • Mehr als 80 Prozent der Teilnehmer antwortete, dass die Endbenutzer ihrer Unternehmen in den letzten 12 Monaten von einem Performance- oder Verfügbarkeitsproblem mit geschäftsentscheidender Technologie betroffen waren. Nahezu die Hälfte davon bestätigte außerdem, dass solche Probleme sechsmal oder öfter auftraten.

Was die IT-Abteilung braucht

Ohne die IT-Abteilung in die Lage zu versetzen, die Hindernisse zu überwinden, haben Unternehmen Schwierigkeiten, neue Technologien erfolgreich einzuführen.

  • Es sind vor allem mehr Ressourcen wie Budget, Personal und Zeit erforderlich, um größeren Einfluss zu gewinnen, glauben 36 Prozent der Teilnehmer.
  • Die befragten IT-Profis wünschen sich außerdem mehr Autonomie für die IT-Abteilung (31 Prozent), bessere Schulung und Förderung (26 Prozent), stärkere Unterstützung durch den CIO bei der Zusammenarbeit mit anderen Führungskräften (26 Prozent) und mehr oder bessere strategische Beratung und Anleitung durch den CIO (25 Prozent).

Welche IT-Probleme zuerst beseitigt werden müssen

Über ein Viertel der befragten IT-Experten antwortete, dass die Lösung von Datenbank-Performance-Problemen den größten Gesamtnutzen für die IT, das Geschäft und die Anwender bringen würde. Bei den mittelgroßen Firmen sind es sogar 34 Prozent.

Knapp ein Viertel gab an, dass eine bessere Netzwerk-Performance die größten Vorteile bringen würde. Bei den Enterprise-Firmen sind es sogar 29 Prozent.

Auf Platz drei rangieren je nach Unternehmensgröße Performance-Probleme mit Anwendungsdaten oder SaaS-Apps.

Performance-ProblemePerformance-Probleme,deren Beseitigung die größten positiven Auswirkungen hätte.

„Unternehmen können sich nur so schnell entwickeln und so erfolgreich sein, wie die IT es ihnen ermöglicht - das Unternehmen ist also von der Geschwindigkeit der IT abhängig“, erklärt Suaad Sait, Executive Vice President für Produkte und Märkte bei SolarWinds. „Die Erweiterung der Entscheidungsbefugnisse für die IT sollte in jedem Unternehmen oberste Priorität haben. Dies wird angesichts der Entwicklung hin zum Zeitalter der Hybrid-Cloud noch wichtiger werden. Die Cloud ist eine große Chance, das Geschäft zu optimieren und Kosten zu verringern. Die Studie zeigt jedoch, dass ungefähr zwei von fünf Unternehmen weniger als 25 Prozent ihrer Infrastruktur migriert haben, in einem von fünf ist sogar überhaupt keine Cloud-Migration erfolgt.“

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