Cisco durch chinesische Konkurrenz unter Druck

Angebote von Wettbewerbern wie Huawei und ausbleibende Aufträge verhageln Cisco die Bilanz. Der Umsatz steigt marginal, der Gewinn geht zurück.

Netzwerkausrüster Cisco Systems hat weltweite Absatzprobleme. Wie aus dem aktuellen Geschäftsbericht hervorgeht, stieg der Umsatz im ersten Geschäftsquartal (bis Ende Oktober 2013) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum lediglich um zwei Prozent. Insgesamt lag der Umsatz bei 12,1 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig schrumpfte der Gewinn um fast fünf Prozent auf zwei Milliarden US-Dollar.

Laut John Chamber, CEO von Cisco, lag das Umsatzwachstum unter den eigenen Erwartungen. Als Gründe nannte er beispielweise, dass sicher geglaubte Aufträge in Ländern wie Brasilien, China, Indien, Mexiko und Russland ausgeblieben sind. Vor allem der chinesische Konkurrent Huawei konnte sich in diesen Märkten gegenüber Cisco behaupten. Aufgrund der Absatzflaute prognostiziert das Unternehmen einen leichten Umsatzrückgang für das laufende Quartal.

An der Börse wurden die Nachricht mit einem Kursverlust von mehr als neun Prozent quittiert. Dabei konnte nicht einmal ein Aktienrückkauf durch Cisco von rund 15 Milliarden US-Dollar die Anleger beruhigen.

Bereits im Sommer hatte Cisco angekündigt, 4000 Stellen zu streichen. Dieser Schritt wurde von Chamber mit der schweren wirtschaftlichen Lage des Unternehmens begründet. Die Streichung von rund fünf Prozent aller Arbeitsplätze im Konzern ist bereits die zweite Kündigungswelle innerhalb von zwei Jahren. Bereits 2011 wurden 1000 Arbeitsplätze gestrichen. Um den Netzwerkausrüster für die Zukunft fit zu machen, verkündete die Geschäftsführung, vor allem kleinere Teams einsetzen zu wollen.

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