Dell Networking S6000: Switch für virtualisierte Data Center und SDN

Der Dell Networking S6000 verdoppelt die Portdichte bei halbem Energieverbrauch und bietet eine Switch-Kapazität von insgesamt bis zu 2.56 Tbps.

Auf der VMworld 2013 hat Dell ihre neue Netzwerk-Switch-Plattform Dell Networking S6000 für virtualisierte Data Center vorgestellt. Der Rack-Switch bringt in einer Höheneinheit neben acht fest eingebauten 40-GbE-Uplink-Ports noch 96 10-GbE-Ports oder 32 40-GbE-Ports mit einer Switch-Kapazität von insgesamt bis zu 2.56 Tbps unter. Alternativ dazu bietet er Netzverbindungen für mehrere Racks in Konfigurationen als Top-of-Rack, Leaf-Spine, End-of-Row oder Middle-of-Row.

Abbildung 1: Der Dell Networking Switch S6000 bietet neben acht 40-GbE-Uplink-Ports noch 96 10-GbE- oder 32 40-GbE-Ports.

Der Dell Networking Switch S6000 soll laut Hersteller im Vergleich zur Vorgängerversion trotzt doppelt so hoher 10/40-GbE-Portdichte halb so viel Energie verbrauchen. Der Dell-Switch unterstützt Frischluftkühlung und ist Teil von Dells Fresh-Air-Lösung für Server, Speichersysteme und Netzwerke. Sie soll den Data-Center-Betrieb mit höheren Umgebungstemperaturen zulassen.

Der Dell Networking S6000 unterstützt VMware NSX mit hardwarebeschleunigten Layer-2-Gateway-Funktionen und kann so als Brücke zwischen physischen und virtualisierten Umgebungen fungieren. Das integrierte Dell Open Automation Framework soll eine vereinfachte Verwaltung sowie eine hohe Skalierung virtualisierter Infrastrukturen ermöglichen. Der Dell Networking S6000 verfügt auch über eine Schnittstelle zum Dell Active Fabric Manager (AFM) 2.0, der speziell in VMware-Umgebungen arbeitet. Der AFM soll eine einfache Konfiguration, Verwaltung und Überwachung einzelner Netzwerkelemente ermöglichen. Für den AFM 2.0 plant Dell die Einführung einer Kommandozeile für VMware vSphere Distributed Switch. Administratoren könnten dann mit Templates und Befehlszeilen-Syntax sowohl physische als auch virtuelle Switche konfigurieren.

Auch für Unterstützung in Sachen Software-defined Networking (SDN) und Netzwerk-Virtualisierung ist gesorgt. Wie die bereits verfügbaren Dell-Switches der S-Serie unterstützt auch der Dell Networking S6000 OpenFlow-basierte Controller, Bare Metal Provisioning (BMP) für eine automatisierte Bereitstellung, Virtual Server Networking (VSN) für automatisierte VM Mobility und VLAN-Konfiguration. Die Programmierbarkeit wird über Perl- und Python-Skripte sichergestellt. Darüber hinaus unterstützt der Switch das DevOps-Konzept.

"Virtualisierte Umgebungen wachsen weiter, während die Zahl der physischen Server konstant bleibt. Das bedeutet, dass der Server- und Storage-Virtualisierungsgrad steigt", sagt Tom Burns, Vice President und General Manager von Dell Networking. "Der S6000-Switch unterstützt Unternehmen bei der Zusammenführung virtualisierter sowie nicht-virtualisierter IT-Komponenten und legt den Grundstein für ein Software-definiertes Unternehmen."

Der Dell-Networking-S6000-Plattform soll im dritten Quartal 2013 verfügbar sein, auf der US-Dell-Webseite findet sich dazu der Kommentar „available late 2013“.

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