Kostenmanagement bei mobilen Endgeräten verhindert Verschwendung bei BYOD

Viele Unternehmen, die ihren Mitarbeitern erlauben, ihr eigenes mobiles Endgerät beruflich zu nutzen, bezahlen einer Studie zufolge zu hohe Gebühren.

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Unternehmen, die Mitarbeitern das Verwenden eigener mobiler Endgeräte (Bring Your Own Device – BYOD) im Job erlauben und ihnen mehr als 30 Euro im Monat für die Mobilfunk-Rechnung erstatten, werfen Geld zum Fenster hinaus.

Der Grund dafür ist einfach: Organisationen mit tausenden mobilen Nutzern haben genügend Einkaufsmacht, um reduzierte Tarife aushandeln zu können. Auf diese Weise können sie viel Geld sparen – ganz anders als einzelne Nutzer, die hohe Preise der Mobilfunker einfach hinnehmen müssen. Darauf verweist Hyoun Park, Analyst bei der Marktforschungsfirma Nucleus Research in Boston.

Im April 2013 hat Nucleus Research eine Studie veröffentlicht, in der für den US-Markt die wahren Kosten von BYOD im Vergleich zu komplett von Unternehmen gestellten Lösungen untersucht wurden. Demnach können Unternehmen für ihre Mitarbeiter meist Pauschaltarife zwischen 30 und 50 Euro pro Monat aushandeln. Dazu müssen sie aber aktiv werden: „Für die Netzbetreiber gibt es keinen Grund, Unternehmen von sich aus dabei zu helfen, BYOD zu ermöglichen oder es zu verwalten“, sagt Park.

Welche Optionen es gibt, sollten Unternehmen im Rahmen einer Strategie für das Management ihrer Mobil-Ausgaben prüfen. Möglich sind etwa Pools mit einem Kontingent an Telefonminuten, Textnachrichten und Datenvolumen für Gruppen von Mitarbeitern. Dadurch verringert sich die Gefahr, dass ein einzelner Mitarbeiter durch exzessive Nutzung die Kosten in die Höhe treibt, denn IT-Abteilungen können ihm die ungenutzten Minuten oder Datenkontingente der Kollegen zuweisen. Das erklärt Jack Gold, Berater für Mobilität in Unternehmen bei J. Gold Associates aus dem US-Bundesstaat Massachusetts.

Allgemein sollten Unternehmen bestrebt sein, die monatlichen Ausgaben konsistent zu halten, sagt Michael Green, IT-Leiter bei einer Energie-Explorationsfirma in Dallas.

So können Kosten für internationales Roaming die Monatsrechnung von Mitarbeitern im Auslandseinsatz enorm in die Höhe treiben – etwa wenn sie via Mobilfunk einen hochaufgelösten Film von iTunes herunterladen. Wenn man als Gegenmaßnahme eine Richtlinie einführt, gemäß der die mobile Datennutzung in solchen Fällen begrenzt wird, läuft das jedoch der Idee zuwider, ein mobiles Endgerät zur Verfügung zu stellen, sagt Park. „Telefonieren kann man kaum so lange, dass die Kosten in einem Monat um mehrere tausend Euro steigen. Mit Downloads von Apps und Filmen geht das aber schnell“, erklärt er. Für solche Fälle gibt es eine Reihe von speziellen Roaming-Tarifen der Mobilfunk-Anbieter.

Eine weitere Strategie für das Kostenmanagement bei mobilen Endgeräten liegt darin, die Kosten für BYOD aufzuteilen. Noch immer übernehmen viele Unternehmen die gesamten Mobilfunkausgaben ihrer Mitarbeiter. Stattdessen sollten sie nur einen Teil davon bezahlen, rät Katherine Burgess, Leiterin des Teams für Ausgaben-Management beim Dienstleister MOBI Wireless.

Das Aufteilen der Kosten ist ein relativ neuer Trend, und Organisationen sind laut Burgess noch dabei, die besten Kriterien dafür zu definieren. So wird in manchen Fällen das Telefonieren bezahlt, nicht aber Datennutzung. Andere Unternehmen übernehmen alles außer Auslandskosten, wieder andere genau die Hälfte aller Kosten.

„Im Augenblick gibt es hier ein ziemliches Durcheinander. Unternehmen versuchen noch, die besten Wege zur Kostensenkung zu finden“, sagt Burgess.

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