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Funktionen und Features von Windows 10

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Zehn Dinge, die Windows 10 Mobile besser macht als Windows Phone

Windows 10 Mobile wird für Ende des Jahres erwartet. Diese zehn Dinge macht das neue Smartphone-Betriebssystem schon jetzt besser als Windows Phone.

Der Marktanteil von Windows Phone, Microsofts Windows-Betriebssystem für Smartphones, liegt derzeit bei weniger als drei Prozent, daher setzte Microsoft jetzt seine ganze Hoffnung auf das neue Betriebssystem Windows 10 Mobile. Laut Microsoft-CEO Satya Nadella war es Microsofts größter Fehler, sich ganz auf den PC als die zentrale Windows-Plattform zu konzentrieren. In der Folge hatte Microsoft erst spät die enorme Bedeutung mobiler Endgeräte erkannt, was letztendlich zum Niedergang von Windows Phone führte.

Microsoft hat aus seinen Fehlern gelernt und steckt jetzt erhebliche Ressourcen in die Entwicklung von Windows 10 Mobile, um ein robustes und nutzerfreundliches mobiles Betriebssystem auf die Beine zu stellen.

Jim Kanir,
Chief Revenue Officer,
Vox Mobile

Andererseits würde ein zu starker Fokus auf das Thema Mobile den gleichen Fehler wie zuvor bedeuten: Microsoft ist nach wie vor stark im Desktop-Markt verankert und hofft, mit Windows 10 schnell die Marke von einer Milliarde Nutzer zu erreichen.

Microsofts aktuelle Windows-Generation setzt dabei plattformübergreifend auf Interoperabilität und Vereinheitlichung. Damit erkennt Microsoft an, dass es in der Zukunft nicht mehr so sehr um eine vorherrschende Computing-Plattform gehen wird, sondern vielmehr um den dauernden Wechsel zwischen verschiedenen Endgeräten. Im VoIP-Bereich würde man dies „Call Continuity“ nennen, in diesem neuen Bereich eher „End Point Continuity“ über Endgeräte hinweg.

Windows 10 bringt eine Reihe von Vorteilen mit, durch die Unternehmen Smartphones, Tablets, PCs und andere Endgeräte wesentlich einfacher verwalten können. Die folgenden 10 Dinge macht Windows 10 Mobile besser als derzeit noch Windows Phone:

1. Einheitliches Set an APIs für alle Windows-10-Geräte

Anders als bisher gibt es mit Windows 10 keine getrennten Betriebssystem-Varianten für Desktop-Rechner und mobile Endgeräte mehr. Windows 10 stellt ein einheitliches, universelles System für alle Geräte dar. Windows 10 bringt eine Reihe von MDM-Schnittstellen (Mobile Device Management) mit, über die IT-Admins eine zentrale Anlaufstelle (Enterprise Mobility Management, EMM) für die Verwaltung und Absicherung mobiler Endgeräte erhalten – von PCs über Tablets und Smartphones bis hin zu Embedded-Geräten.

2. Adaptive Benutzeroberfläche

Wenn das Betriebssystem über alle Geräte hinweg das gleiche ist, dann sollte das auch für die Benutzererfahrung zutreffen. Windows 10 nutzt mit Continuum und Universal Apps eine adaptive Benutzeroberfläche, die sich den verschiedenen Formfaktoren anpasst und so über alle Geräte hinweg eine einheitliche Benutzererfahrung bietet. Damit soll im Umgang mit Windows 10 ein nahtloser Übergang von einem Gerät zu einem anderen möglich werden.

3. Update-Prozesse

Mit Windows 10 erhalten IT-Admins bessere Kontrollmöglichkeiten über Updates. Nach wie vor kann manuell nach Updates gesucht werden, die Installation kann aber basierend auf der Netzwerkverbindung erfolgen und der Update-Status lässt sich in EMM-Konsolen nachverfolgen.

4. Win32-Applikationen

Mit Windows 10 lassen sich jetzt auch klassische Win32-Anwendungen über EMM-Plattformen verteilen. Hierzu müssen diese also nicht mehr länger für die Verteilung über System Center verpackt werden, sondern können über MDM-APIs ausgeliefert werden.

5. Sicherheit

Im gleichen Maße, in dem der Trend hin zu Enterprise Mobility anhält, nehmen natürlich auch Sicherheitsbedrohungen zu. Aus diesem Grund hat Microsoft Windows 10 mit erweiterten EDP-Funktionen (Enterprise Data Protection) ausgestattet. Mit Windows 10 erkennen und verschlüsseln Applikationen Unternehmensdaten automatisch, erkennen aber auch private Daten und lassen diese unverschlüsselt. Dabei werden Unternehmensdaten und private Daten getrennt gespeichert.

Windows 10 bietet darüber hinaus auch erweiterte DLP-Funktionen (Data Loss Prevention) und dürfte damit vor allem für Unternehmen interessant sein, die im MDM- oder EFSS-Markt (Enterprise File Sync & Share) aktiv sind. In gewisser Weise wird dieses neue Ökosystem an nativ in Windows 10 integrierten Security-Funktionen die Notwendigkeit für Drittanbieter-Software reduzieren, weswegen Unternehmen wie Good Technology, Mobile Iron, AirWatch oder auch MaaS360 diesen Schritt von Microsoft sehr genau beobachten werden.

6. Virtual Private Network (VPN)

Über ein VPN mit anwendungsbasierten Filtern erlaubt Windows 10 nur autorisierten Applikationen wie beispielsweise Word, PowerPoint, SharePoint, Excel oder auch Outlook den Zugriff auf sensible Unternehmensdaten. Zudem ist der Zugriff nur über eine verschlüsselte Verbindung möglich. Auch in diesem Fall gilt, dass MDM-Anbieter diese Funktion mit Interesse beobachten werden.

7. Azure Active Directory

Windows 10 ermöglicht es Unternehmen, den Zugang zu Unternehmensressourcen in der Cloud zu blockieren, falls ein Endgerät nicht mehr den Compliance-Vorgaben entspricht. EMM spielt auch hier eine zentrale Rolle bei Monitoring und Reporting des Geräte-Status an Azure Active Directory, wodurch schließlich der Zugang auf Basis der Informationen der EMM-Plattform gewährt oder verweigert wird.

8. Volumenlizenz

Windows 10 und Windows 10 Mobile ermöglichen es Administratoren, mehrere Lizenzen für Applikationen oder Betriebssysteme geräteübergreifend zu kaufen und anschließend über eine EMM-Lösung zu verteilen. Anschließend können diese mit oder ohne Internetverbindung installiert werden, ohne dass das Endgerät an ein öffentliches Netzwerk angeschlossen sein muss.

9. Großflächige Bereitstellungen

Mit Windows 10 und Windows 10 Mobile können Administratoren Geräte vorkonfigurieren, ohne individuelle Nutzer für die Anmeldung zu benötigen. Damit werden großflächige Bereitstellungen wesentlich verkürzt und können schneller durchgeführt werden.

10. Einheitlicher Windows Store

Da Microsoft mit Windows 10 jetzt ein plattformübergreifendes Betriebssystem anbietet, mussten auch die unterschiedlichen App Stores zu einem universellen Windows Store vereint werden. Hier finden Nutzer also sowohl mobile Anwendungen, egal ob eigene oder von Drittanbietern, als auch klassische Win32-Applikationen. Mit dem Windows Store geht Microsoft also einen Weg, den andere schon vorweg gegangen sind, beispielsweise Apple. Vor allem Unternehmen mit großen Deployments werden sich darüber freuen.

Durch die bereits erwähnten gemeinsamen APIs und die Möglichkeit zu einfachen Bereitstellungen auch sehr vieler Anwendungen oder Geräte können Apps aus dem Windows Store problemlos und schnell an tausende Nutzer ausgeliefert werden, die ein beliebiges Windows-10-Gerät nutzen.

Ein Veröffentlichungstermin von Windows 10 Mobile steht noch aus, derzeit unterstützen lediglich Lumia-Smartphones und das HTC One Microsofts kommendes Smartphone-Betriebssystem. Weitere Geräte dürften aber in Kürze folgen.

Über den Autor:
Jim Kanir ist derzeit als Chief Revenue Officer bei Vox Mobile tätig, einem Leader im Gartner-Quadranten für Enterprise Mobility Solutions. Vor Vox Mobile war er bereits Senior Vice President Sales & Marketing beim Zahlungsanbieter Billtrust in New Jersey.

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Artikel wurde zuletzt im August 2015 aktualisiert

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